Appell an Assad
Freie Fahrt für Hilfstransporte gefordert

Kinder trifft der syrische Bürgerkrieg am härtesten. Die USA haben Präsident Assad deshalb aufgefordert, internationale Hilfslieferungen in die betroffenen Gebiete zu erlauben - oft ganz in der Nähe seines Palastes.
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Washington Die USA haben die syrische Führung aufgefordert, internationalen Hilfskonvois freie Fahrt in die umkämpften Gebiete zu gewähren.

"Es gibt eine unvergleichlich hohe Zahl an Kinder, die an Erkrankungen sterben, die mit Mangelernährung zusammenhängen", sagte am Freitag in Washington Außenamtssprecherin Jennifer Psaki.

Dies geschehe unter anderem in Vierteln und Vororten von Damaskus, "die gar nicht weit vom Palast von Baschar al-Assad entfernt liegen". Der syrische Präsident müsse endlich erlauben, dass internationale Hilfe zu den Notleidenden komme.

Konkret nannte Psaki die Situation in der Region Ghuta, wo es im August einen tödlichen Chemiewaffenangriff gegeben hatte, und in weiteren Vororten von Damaskus.

Dort fehle es teilweise seit fast einem Jahr am Nötigsten. "Wir appellieren an das syrische Regime, die Passage der humanitären Konvois in diese Zonen zu ermöglichen."

In Syrien hatte nach der brutalen Niederschlagung von Protesten gegen Assad im März 2011 ein blutiger Bürgerkrieg begonnen.

Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen wurden nach Schätzungen der Beobachtungsstelle bislang mehr als 115.000 Menschen getötet. Unzählige Menschen sind auf der Flucht oder durch die Kämpfe von jeder Hilfe abgeschnitten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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