Appell an Kongress
Obama trommelt für neue Arbeitsplätze

Die Daten des US-Arbeitsmarktes sind schlecht, im August wurden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, die USA stehen am Rande einer Rezession. US-Präsident Obama fordert nun den Kongress zum Handeln auf.
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DetroitUS-Präsident Barack Obama hat die Republikaner aufgefordert, im Kongress den Programmen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze zuzustimmen. Anlässlich des „Labor Day“ sagte Obama in Detroit, dass zahlreiche Brücken und Straßen im Land erneuert werden müssten, und mehr als eine Millionen arbeitslose Bauarbeiter hierfür zur Verfügung stünden.„Es gibt genügend zu tun und die Arbeiter stehen bereit“.

Mit seinen Äußerungen deutet der Präsident an, wie er dem brachliegenden Arbeitsmarkt wieder Leben einhauchen will. Am Donnerstag soll Obama in einer mit Spannung erwarteten Rede vor dem Kongress seine Pläne darlegen.

Die Idee, Infrastrukturprojekte anzuschieben, um Bauarbeitern wieder Arbeit zu verschaffen, lehnen die Republikaner allerdings bislang ab. Die Obama-Gegner haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus und betrachten solche Ausgaben als Geldverschwendung. Vor rund 13.000 Zuschauern sprach sich Obama dafür aus, in Kürze auslaufende befristete Lohnsteuersenkungen zu verlängern. Dadurch sollen mehr Jobs geschaffen werden und den Amerikanern mehr Geld für den Konsum bleiben.

Obama will im kommenden Jahr wiedergewählt werden und ist dafür dringend auf eine Besserung der desolaten Lage am Arbeitsmarkt angewiesen. Im August wurden erstmals seit knapp einem Jahr keine Jobs mehr geschaffen. Die Arbeitslosenquote verharrt bei 9,1 Prozent. An den Finanzmärkten wird befürchtet, die USA könnten erneut in eine Rezession rutschen.

Angesichts der massiven Staatsverschuldung der USA hatten die Republikaner Widerstand gegen neue umfangreiche Jobprogramme angekündigt. Doch sei es nun an der Zeit, schnell zu handeln, sagte Obama: „Die Zeit für Washingtoner Spiele ist vorbei.“

Zugleich betonte der Präsident die Dringlichkeit des Vorhabens. „Wir werden nicht auf sie warten. Wir werden schauen, ob wir einige Geradlinige im Kongress finden. Wir werden schauen, ob die Republikaner im Kongress das Land über ihre Partei stellen.“ Mit dem „Labor Day“ werden in den USA jeweils am ersten Montag im September die Errungenschaften der Arbeiterbewegung gewürdigt. Ähnlich wie der „Tag der Arbeit“ am 1. Mai in Deutschland ist auch der amerikanische „Labor Day“ ein gesetzlicher Feiertag.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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