Der am Wochenende bekannt gegebene Börsengang von Saudi-Arabiens Bergbaukonzern Ma´aden wird dazu führen, dass das Königreich zu einem der weltweit größten Aluminiumproduzenten wird. Die erste Aluschmelze, die an der Rotmeer-Küste entsteht, wird 60 000 Barrel Rohöl am Tag zur Stromgewinnung verbrauchen - das sind 12,5 Prozent der von Riad jetzt angekündigten Produktionserhöhung um 500 000 auf 9,7 Mill. Fass pro Tag.
Doch Ma´aden-Chef Abdallah Dabbagh will mehr: Zehn Aluhütten sollen in seinem Land entstehen. In anderen Staaten am Golf - Oman, Katar und Vereinigte Arabische Emirate - sind weitere Aluprojekte konkret in der Umsetzung. "Allein in den nächsten drei Jahren werden in diesen Ländern Aluminiumschmelzen für 2,1 Mill. Tonnen pro Jahr aufgebaut", sagt Edmund O´Sullivan von "Middle East Business Intelligence".
Ursache der massiven Industrialisierungspläne der Golfstaaten ist, dass Öl zwar reich macht, aber kaum Arbeitsplätze schafft. Zudem ist allein die die Bevölkerung Saudi-Arabiens binnen 30 Jahren von acht auf 24 Millionen Menschen gewachsen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über zwölf Prozent. Aluhütten, Bauxitgruben, neue Häfen, der Bau von Verbindungsbahnen und ganzer neuer Städte soll nun Jobs schaffen.


