Arabische Welt
Läden im Jemen schließen aus Protest gegen Präsidenten

Aus Protest gegen Präsident Ali Abdullah Saleh sind im Jemen am Samstag viele Geschäfte geschlossen geblieben.
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SanaaIn der Hafenstadt Aden im Süden des arabischen Landes seien bis zu 90 Prozent der Läden und Märkte nicht geöffnet worden, berichtete ein Reuters-Journalist. Auch der Unterricht in Schulen finde nicht statt. In Tais, einer Hochburg der Saleh-Gegner, und anderen Orten blieben die Rollläden der Geschäfte ebenfalls unten.

Saleh warf der Opposition vor, das Land in einen Bürgerkrieg stürzen zu wollen. Dem werde er sich widersetzen.

Am Freitag hatten erneut Zehntausende Jemeniten für und gegen Saleh demonstriert. Der seit 32 Jahren autoritär regierende Präsident lehnt die Forderung der Opposition nach sofortigem Rücktritt ab. Der um Vermittlung bemühte Golf-Kooperationsrat hat einen Plan für einen Machtwechsel vorgeschlagen. Danach soll Saleh einen Monat nach Vereinbarung einer Regelung die Macht an seinen Stellvertreter abgeben.

Außerdem sollen Saleh, seine Familie und seine Berater nicht vor Gericht gestellt werden. Der Staatschef hat vorsichtige Zustimmung zu dem Plan signalisiert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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