Arabische Welt
Mut zahlt sich (vielleicht) aus

Der arabische Frühling hat im Nahen Osten eine neue Ordnung hergestellt. Viele Unternehmen befürchteten das Schlimmste. Nun scheint der erste Schock verdaut zu sein. Viele Konzerne wittern jetzt das große Geschäft.
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Seit Ausbruch des Arabischen Frühlings im vorigen Jahr blickt die Welt gebannt auf die Region. Aber während die Umbrüche politisch Aufmerksamkeit erregen, bleibt die Wirtschaft zurückhaltend. Dabei bieten die Umwälzungen in der ganzen Region Naher Osten und Nordafrika den Unternehmen neben neuen Ungewissheiten auch Chancen. Denn in Tunesien und Ägypten, den Kernländern der arabischen Revolte, ist mit dem Verjagen der Diktatoren auch das System der Vetternwirtschaft der Herrscherclans zusammengebrochen, dadurch öffnen sich Märkte.

Noch größeres Potenzial birgt aber die Reaktion der reichen Golf-Staaten auf die Unruhen - gerade für deutsche Unternehmen: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und andere Petro-Staaten der Region haben riesige Investitionsprogramme aufgelegt. Was dort Wohlstand und Lebensstandard erhöhen soll, kann deutschen "Hidden Champions" aus dem Mittelstand und global operierenden Konzernen in den traditionell Deutschlandfreundlichen Ländern der arabischen Welt die Auftragsbücher füllen.

Kommentare zu " Arabische Welt: Mut zahlt sich (vielleicht) aus"

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  • "Leoni ist Tunesien treu geblieben" kann man nur schwerlich sagen. Leoni wurde offensichtlich von den unter Verkaufsschwund leidenden Abnehmern Peugeot und Fiat brutalst unter Druck gesetzt, so dass Produktionsstätten in Tunesien geschlossen wurden. Osteuropa gegen Tunesien lautet die Erpressung - Rücksichtnahmen gibt es nicht.

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