Arabischer Frühling
Ein Fünftel mehr Asylanträge weltweit

Deutschland gehörte im vergangenen Jahr zu den beliebtesten Ländern für Einwanderer. Die Zahl der Bewerbungen ist weltweit sprunghaft angestiegen. Aus den arabischen Ländern kamen bis 180 Prozent mehr Anträge.
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GenfDie Zahl der Asylbewerber in den Industrieländern ist im vergangenen Jahr nach UN-Angaben um 20 Prozent gestiegen. Insgesamt gab es 2011 in 44 Ländern rund 441.300 Asylanträge, im Vorjahr waren es lediglich 368.000, wie das UN-Flüchtlingskommissariant am Dienstag in Genf mitteilte.
Grund für den hohen Anstieg seien vor allem die Auswirkungen des Arabischen Frühling, hieß es. Die Zahl der Asylbewerber aus Tunesien stieg den Angaben zufolge von 900 im Jahr 2010 auf 7900 Anträge im Folgejahr. Libyer stellten 2011 insgesamt 3800 Anträge und damit fünf Mal so viele wie im Vorjahr.


Daneben gab es 8400 Asylanträge von Menschen aus Syrien, was einen Anstieg um 68 Prozent entspricht. In Folge des blutigen Machtkampfes in der Elfenbeinküste stieg auch die Zahl der Anträge aus dem westafrikanischen Land um 180 Prozent auf 5200 an. „Die hohe Zahl der Asylanträge zeigt deutlich, dass 2011 ein Jahr großer Schwierigkeiten für sehr viele Menschen war“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres.

Trotz des hohen Anstiegs von Flüchtlingen aus arabischen Ländern kamen die meisten Asylanträge nach UN-Angaben aus Afghanistan (mehr als 35.000). 24.400 Asylanträge kamen aus China, gefolgt vom Irak mit 23.500 Anträgen.
Auf Platz eins der beliebtesten Länder für Einwanderer listete die UNO 2011 weiterhin die USA, wo 74.000 Anträge gestellt wurden, gefolgt von Frankreich mit 51.900 und Deutschland mit 45.700 Anträgen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Arabischer Frühling: Ein Fünftel mehr Asylanträge weltweit"

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  • @Arn,
    genau so sehe ich das auch.
    Der Begriff Asyl wird bei uns seit Jahrzenten mißverstanden und ausgenutzt.
    Und unsere Politiker sind sich offenbar nicht im Klaren, dass es eines Tages gewaltig hier krachen wird.
    Der Islam und die europ. westliche Freiheit und Kultur passen nicht zusammen.
    Aber das wollen unsere Gutmenschen mit ihrem MultiKulti-Geschwätz nicht begreifen, bis es ebe zu spät ist.
    Hizu kommt, dass diese angeblichen Flüchtlinge nur Forderunge stellen und sich nicht wie Asylanten aufführen sondern wie Eroberer

  • Und was hat nun ihr Beitrag mit Unterschicht-Zuwanderung zu tun?

  • Asylbewerber aufzunehmen ist ja soweit erstmal ok und humanistisch, doch das tragische ist, das sie nach Beendigung der inneren Unruhen in ihrem Heimatland nicht mehr heim wollen! Hier braucht es wahrlich Überwachung und rechtliche Handhabe. Schon bei Einreise sollte klar sein, das sie nur Gast sind und selbst Kinder die hier geboren werden natürlich wieder mit ihren Eltern in Ihr Land zurück kehren.

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