„Arafat ist Teil des Problems"
Nahost: USA fordern Zerschlagung der Extremistengruppen

Die US-Regierung hat die Palästinenser erneut aufgefordert, Extremistengruppen in ihren Reihen zu zerschlagen.

Reuters CRAWFORD. Mit Blick auf Palästinenser-Präsident Jassir Arafat, der eine Erneuerung des palästinensischen Gewaltverzichts gegenüber Israel gefordert hatte, sagte eine Sprecherin des US-Präsidialamtes am Mittwoch: „Arafat hat sich wieder einmal als Teil des Problems entpuppt. Er ist nicht Teil der Lösung.“ Um den Nahost-Friedensprozess voranzubringen, müssten die Terror-Organisationen zerschlagen werden, sagte die Sprecherin.

Arafat hatte zuvor alle palästinensischen Gruppen aufgerufen, ihre Verpflichtung zur Waffenruhe zu erneuern. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters betonte Arafat seine Bereitschaft, gegen Hintermänner der Attentate auf Israelis vorzugehen, unter der Bedingung, dass Israel seine Vergeltungsschläge stoppe. Die israelische Regierung bezeichnete Arafats Aufruf als Propaganda.

Die Hamas - eine der Palästinenser-Gruppen, die für eine Zerstörung Israels kämpfen - griff Arafat für seine Äußerungen scharf an. Trotz ihrer einseitig erklärten Waffenruhe hatten Hamas, Islamischer Dschihad und die El-Aksa-Brigaden seit Ende Juni Anschläge verübt, allerdings in geringerer Zahl als zuvor. Nach der Tötung eines Hamas-Anführers in der vergangenen Woche kündigten sie ihren Gewaltverzicht auf.

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