"Arafat nicht mehr in der Lage, wichtige Entscheidungen zu fällen"
Offizielle erklären "Ära Arafat" für beendet

Arafat sei nicht mehr in der Lage, wichtige Entscheidungen zu fällen, hieß es am Samstag aus Kreisen palästinensischer Offizieller. Premier Kurei und dessen Vorgänger Abbas hätten sich bereits auf einen Nachfolger geeinigt.

HB BERLIN. Palästinensische Offizielle haben am Samstag die «Ära Arafat» für beendet erklärt. Wie der US-Nachrichtensender CNN aus dem Umfeld des Palästinenserpräsidenten erfuhr, beraten Premierminister Ahmed Kurei und dessen Vorgänger Mahmoud Abbas in Ramallah derzeit, wie es weitergehen solle und wie Verantwortlichkeiten aufgeteilt werden könnten.

Der erkrankte Arafat – seit Freitag in Paris in Behandlung – habe nicht mehr die volle Kontrolle über seine geistigen Fähigkeiten, sagte einer der Offiziellen CNN. Weder könne der Palästinenserpräsident verständlich kommunizieren, noch wichtige Entscheidungen fällen.

Kurei und Abbas hätten sich bereits auf einige Eckpunkte geeinigt: Demnach soll Abbas Vorsitzender der PLO und der Fatah werden, Kurei soll die Autonomiebehörde leiten und für die Sicherheitskräfte zuständig sein.

Abbas werde von Ministerpräsident Kurei als neuer Palästinenserpräsident anerkannt, sollte Arafat sterben. Allerdings werde diese Entscheidung nicht offiziell bekannt gegeben, solange Arafat am Leben sei, hieß es. Dagegen hätten sich zahlreiche palästinensische Offizielle ausgesprochen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%