Arbeitslosigkeit
Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten in Spanien

In Madrid griff die Polizei mit einiger Härte in eine Demonstration ein, die gewalttätig wurde. Rund 1000 Menschen waren auf die Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren.
  • 11

MadridBei Protesten gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung ist es in Madrid zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Wie die Sicherheitsbehörden mitteilten, wurden dabei am Donnerstagabend 15 Menschen festgenommen. Zahlreiche der rund 1000 Demonstranten hätten in der Nähe des Parlaments Absperrgitter umgestoßen und die Beamten mit Steinen, Böllern, Flaschen und anderen Objekten beworfen, hieß es. Dabei seien mindestens 14 Angehörige des Sondereinsatzkommandos der Polizei verletzt worden.

Weitgehend unbekannte Gruppen hatten über die Sozialen Netzwerke dazu aufgerufen, das Parlament bis zum Sturz der konservativen Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy zu „belagern“. Daraufhin hatte die Polizei mit einem großen Aufgebot von gut 1400 Sicherheitskräften rund um das Parlamentsgebäude Stellung bezogen. Mehrere Straßen wurden abgesperrt, auch ein Hubschrauber war im Einsatz.

Zuvor hatte die spanische Statistikbehörde bekanntgegeben, dass die Arbeitslosenquote im Land noch einmal angestiegen ist. Demnach lag die Quote in den ersten drei Monaten dieses Jahres bei 27,16 Prozent. Sechs Millionen Menschen sind in Spanien ohne Arbeit. Am Donnerstag will die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy einen neuen Plan zur Konjunkturbelebung vorstellen. Rajoys Regierung versuchte bisher mit einer rigiden Sparpolitik, die Finanzkrise zu beenden. Gegen diesen Kurs gab es wiederholt Großdemonstrationen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Arbeitslosigkeit: Gewalttätige Zusammenstöße bei Protesten in Spanien"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Pepe

    Sie glauben an Pressefreiheit in einer Welt die von Geld regiert wird?

    Wir leben in einer globalen Welt mit offenen Märkten in der man für Geld alles kaufen kann! ( Auch Reuter, DPA, HB, ... )

    Die deutsche Presse wird nicht von Deutschen kontrolliert!
    Die griechische Presse nicht von Griechen!
    Die spanische Presse nicht von Spaniern!

    und so weiter...

    Staaten verschulden sich zu 97% bei Banken und Versicherungen!!!

    Wieso sprechen die Systemmedien immer von "Investoren" und nicht Banken???

    Von "Rendite" und nicht Zinsen???

    Von "Schuldenschnitt" und nicht Schuldenerlass???

    Woher haben die Banken das ganze Geld um es den Staaten zu leihen, wenn sie doch selbst angeblich alle pleite sind bzw. gerettet werden müssen???

    Banken schaffen ( Was viele nicht wissen ) Geld aus dem nichts ( per Kredit ) und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!!

    Das Problem, an dem die gesamte Welt krankt, heißt verzinstes "Schuldgeldsystem" der privat Bankster!

    Im Grunde sind alle Regierungen nur Steuer- bzw. Zinseintreiber für die privaten Bankster!!!

    Das ganze Geld ( Euro/Dollar/Yen ) das im Umlauf ist, wurde den Staaten, Unternehmen und Menschen nur geliehen, und muss plus Zinsen an die internationalen Bankster zurückgezahlt werden!!

    Jeder der das das nicht versteht sollte im Internet nach "Schuldgeldsystem" suchen.

    Warum erfahren wir in den Systemmedien nie etwas über das Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Wer steht hinter den Systemmedien???

    Die internationalen Bankster?

  • Spanien, Griechenland, Schweden, Türkei, Italien, Brasilien, Bangladesch ... endliche gehen Menschen auf die Straße gegen die unsägliche Gierde einiger Weniger, die unser Geld und die Zukunft unserer Kinder auf dem Monopoly Brett verzocken.

  • Und in den Talkshows trauen sich die Eurobefürworter diesen immernoch als "Friedensprojekt" zu bewerben. Dreister kann man nicht lügen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%