Arbeitslosigkeit
Sozialer Frieden Griechenlands bedroht

Weil die Arbeitslosigkeit in Griechenland 2012 auf 26 Prozent steigen soll, sieht eine Studie den sozialen Frieden des Landes bedroht. Auch die Rentenkassen könnten laut dem Bericht dann unter „enormen Druck“ geraten.
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AthenGewerkschaften in Griechenland rechnen damit, dass die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr auf 26 Prozent steigt. Eine entsprechende Studie des Arbeitsinstituts des größten Gewerkschaftsverbandes (GSEE) im privaten Bereichs beklagt, dass der soziale Friede im Land bedroht sei. 

„Wir sprechen von 1,3 Millionen Arbeitslosen in einem Land mit einer Bevölkerung von 11,3 Millionen“, sagte der Chef des Instituts Savvas Robolis im Fernsehen. Das Institut geht davon aus, dass die Wirtschaft erst 2015 um höchstens 0,8 Prozent wieder wächst, wie Institutsmitarbeiter Petros Rylmon sagte. Wegen der schwachen Wirtschaftsentwicklung könnten die Rentenkassen unter „enormen Druck“ geraten, da die Einnahmen einbrechen dürften, hieß es in dem am Mittwoch bekanntgewordenen Bericht weiter. 

Die Arbeitslosenquote könnte 2012 Werte wie in den 60er Jahren erreichen. Damals hatten viele Griechen das Land wegen mangelnder Aussichten verlassen. In Griechenland schrumpfte die Wirtschaft 2010 um 4,5 Prozent. Dieses Jahr wird mit einem Minus von 5,3 Prozent gerechnet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Kein Geld mehr in der Rentenkasse?
    Puuuh, das wäre aber schlimm für die ganzen 56-jährigen Staats-Rentner. Die müssten dann nämlich genauso lange arbeiten wie ich in Zukunft, d.h. bis 69 !

  • Das vollständige Versagen der Politik. Ein eigentlich guter Gedanke, gleiche Währung wird mehr als dilletantisch umgesetzt. Eigene Verträge werden nach belieben gebrochen. Europa ist und war in der Vergangenheit aufgrund seiner Unterschiede und Vielfalt erfolgreich und nicht aufgrund der identischen Merkmale. Dies gilt sowohl Wirtschaftlich ,Religiös wie Kulturell. Wann endlich begreift die Politik dass entgegen Ihrem pseudoreligiösen sozialistischen EUDSSR Vorstellungen genau das Gegenteil erreicht wird wie geplant. Freunde werden zu Feinden, Verbündete zu Gegnern, Länder kollabieren mit der Folge, Kriege intern und schlimmstenfalls unter den einzelnen Ländern.
    Der Euro ist nicht die Lösung für Griechenland sondern das PROBLEM.

  • Die Griechen sollten ihren Staatspräsidenten Papandreou beim Wort nehmen. Der hat Frau Merkel versprochen, am 27.9.11, daß Griechenland alle Auflagen zur Konsolidierung erfüllen werde. Frau Merkel glaubt das auch, oder zweifelt irgendjemand daran? Außer ein paar Unverbesserlichen natürlich, die nicht glauben wollen, wie z. B. Prof. Schachtschneider, Prof. Hankel und weitere Sachkenner, der FDP- Abgeordnete Schäffler, der CDU- Abgeornete Herr Bosbach und weitere Koalitionsabgeordnete und vermutlich noch viele, viele denkende Bürger bei uns im Land und anderswo, und natürlich ich selbst, ich glaube auch nicht daran, daß Griechenland das ohne Schuldenschnitt noch schaffen kann. Auch Deutschland nicht mehr, da sorgen Frau Merkel, Mr. Geithner und die Finanzwelt für, die grenzenlose und gesetzlose Finanzwelt. dparvus

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