Arbeitslosigkeit

UN-Organisation warnt vor Grexit

Wie würde sich ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone auf den Arbeitsmarkt auswirken? Die UN-Arbeitsorganisation ILO sagt für diesen Fall einen dramatischen Anstieg voraus - auch in Deutschland.
22 Kommentare
Die ILO rechnet im Falle eines Grexit mit steigender Arbeitslosigkeit. Quelle: dpa

Die ILO rechnet im Falle eines Grexit mit steigender Arbeitslosigkeit.

(Foto: dpa)

BerlinDie Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat vor einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit gewarnt, falls Griechenland aus der Euro-Zone austreten sollte. Sie würde sich in Deutschland 2015 auf 9 Prozent erhöhen und über Jahre auf diesen hohen Niveau verharren, prophezeite der ILO-Volkswirt Ekkehard Ernst in der „Süddeutschen Zeitung“.

Im August lag sie bei 6,8 Prozent. Im Durchschnitt der 17 Euro-Staaten würde sie von 10 Prozent Ende vergangenen Jahres auf 13 Prozent steigen, sagte Ernst.

Nach den Berechnungen des ILO-Experten würde ein griechischer Ausstieg aus der Euro-Zone besonders dramatische Konsequenzen für die ohnehin schon von der Krise geschüttelten Länder Spanien und Portugal mit sich bringen. So prognostizierte Ernst für diesen Fall in Spanien 2014 eine Arbeitslosenquote von 27,7 Prozent und eine Jugendarbeitslosigkeit von 51,3 Prozent.

Weit größer wären nach den ILO-Berechnungen die Auswirkungen eines vollständigen Auseinanderbrechens der Euro-Zone. Nach der Prognose der Arbeitsorganisation würde die Arbeitslosenquote in Deutschland 2014 dann sogar auf 11,3 Prozent steigen. Frankreich müsste annähernd 17 Prozent Arbeitslosigkeit ertragen, Spanien sogar einen Wert von 36,9 Prozent.

  • dpa
Startseite

22 Kommentare zu "Arbeitslosigkeit: UN-Organisation warnt vor Grexit"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mein Gott, Michel, texten sie doch einmal eine Textvariante und nicht immer dasselbe,es wird langsam langweilig und verbessern Sie freundlicherweise Ihre Grammatik. Es heißt "Uns Deutschen (!) mit einem "n" am Ende und nicht uns "Deutsche" Bedenken Sie bitte, wenn Sie ohne Rücksicht "gnießen" wollen sind Sie schnell am Ende. Ich vermute mal Sie sind überhaupt kein "deutscher" Michel sondern ein anderer.

  • Zurück zur Vielfalt mit den Wechselkursbändern und ohne Haftung. Kann ein Staat nicht im Wechselkursband bleiben, scheidet er eben aus.
    Als die EU noch die EWG und somit ein loser Wirtschaftsverbund war, war es besser. Und bitte nicht mit den 90er Jahren ankommen, wo durch die Ankündigung des Euro und die Zinsangleichung das Kapital in Billionenhöhe in den Süden geflossen ist.

  • @Europaeer
    Und ich verstehe nicht, wieso es nach einer so langen Zeit der Krise und auch der Aufklärung darüber immer noch Menschen gibt, die einfach nicht verstehen wollen (oder können), dass
    - erstens auch Garantien und Bürgschaften sehr schnell zu wahrhaftigem Geld werden können (ist ja bereits geschehen und wird demnächst wieder geschehen) und
    - zweitens das Ausmaß der Schulden insbesondere in GR einen Umfang angenommen hat, der jeden Gedanken an Rückzahlung völlig ad absurdum führt. Insoweit können nämlich auch alle Ihre weiteren idealistischen Annahmen (die ehemaligen Schuldenländer würden nach ihrer Genesung wieder schön bei Deutschland einkaufen usw.) alle nicht mehr zutreffen.
    Im Übrigen wurden die Werte und Rechte bereits über den Haufen geworfen – schauen Sie nur mal genau hin. Und Dank des ESM sind demnächst von den übrig gebliebenen Rechten auch nur noch Fragmente übrig.
    Und ja, ein politisch vereintes Europa fände ich auch gut. Aber nur dann, wenn es demokratisch ist und keiner beim „Zusammenlegen“ der Länder auf seine demokratischen Rechte verzichten muss. Leider ist es aber nicht so. Die Art und Weise, wie jetzt der € gerettet werden soll und eine spätere politische Union angestrebt wird, zeigt ganz deutlich, dass wir Bürger dabei hintenüber fallen werden. Denn mit dem ESM haben wir bereits unsere Rechte nach Brüssel abgetreten – leider geschah das, ohne uns vorher zu befragen.
    Deshalb hoffe ich inständig auf das Bundesverfassungsgericht und darauf, dass das Gericht als sozusagen allerallerletzte Instanz seinen Fuß in die Tür stellt und die Auflösung unserer Demokratie, mit der wir seit dem Kriegsende trotz alle Mängel beneidenswert gut gefahren sind, verhindert.

  • Toll. Bei dieser Art der Argumentation muss IMMER ALLES erhalten bleiben, weil IMMER irgendwer davon abhängt.

  • Ich verstehe wirklich nicht warum die Menschen, besonders in Deutschland nich verstehen das niemandem Geld gegeben wurde sondern Kredite an denen man noch prächtig verdient. Außerdem ist es eine Investition in die Zukunft Europas und somit auch in Deutschlands Staaten in denen es nicht so rund läuft zu unterstützen um nachhaltiger mit Ihrem Geld um zu gehen. Stabilisierte Staaten können später auch vermehrt aus Deutschland importieren ohne dies mit Schulden zu finanzieren. Dadurch gewinnt auch Deutschland. Ich kann wirklich diese ganze Ignoranz nicht verstehen. Woher kommt den all das Geld? Aus dem Export natürlich! Wollen die Menschen in Deutschland wirklich das alles aufgegeben wird was in den letzten Jahrzehnten aufgebaut worden ist. Wollen Sie wirklich das die Werte und Rechte für die Europa steht über den Haufen geworfen wird? Soll der Deutsche Exportmotor jetzt durch China angetrieben werden?
    Ich wünsche mir wirklich das Europa endlich zur Besinnung kommt und sich Politisch vereint.

  • Die "ILO" beherrscht offensichtlich die Grundrechenarten nicht! Selten so einen Blödsinn gelesen.
    Weiter Milliarben in Griechenland zu versenken wird richtig teuer! Griechenland ist als Wirtschaftsfaktor völlig unwichtig und unfähig die Kriminalität im Lande in den Griff zu bekommen. Bedauerlich: Die kleinen Leute in Griechenland bezahlen wie immer die Rechnung.

  • Warum werden wir nicht vor den Folgen weiterer Zahlungen oder der Folgen des ESM gewarnt!!! Es wird versucht immer wieder der Bevölkerung Angst zu machen damit die Arsc... in Berlin weiter ihren Irrsinn fortführen können!

  • UN Volkswirte -Ilo-Organisation - trommeln für USA. Die Aussagen eines Professors (?) sind einfach unverantwortlich, unbegründet ja dumm dazu.Griechenland hat einen Schuldenberg in gigantischer Höhe, nahe 1 Billion Euro aufgebaut, geschickt ergaunert. Ein Ende mit Schrecken wäre weit besser, als Dauerzahlungen über Generationen unserer Arbeitnehmer. Arbeitslose gibt es mit und ohne Griechenland.

  • Wenn das stimmt:
    Wie konnten die Verantwortlichen dann den Euro einführen? Diese Versager (Kohl, Schmidt, Schäuble, Waigel...) haben Deutschland in eine erpressbare aussichtslose Situation manövriert.
    Merkel indem sie im Mai 2010 die französischen Banken rettete.
    Sie müssen sich vor Gericht verantworten. Alle noch Verantwortlichen im Amt (Juncker, Schäuble...) abtreten.

  • Meiner Meinung nach sind das irgendwelche Vermutungen, die einfach in den Raum Eurozone gestellt sind. Expertenaussagen haben in letzter Zeit an Bedeutung verloren, vor allem weil auf einmal jeder EXPERTE ist! Wie immer wird hier das gleiche Spiel gespielt. Hier wird doch wieder der "schwarze Peter" einfach nur weiter gereicht!
    Die Arbeitsagenturen sollten sich mal einen "guten" Berater zu sich holen, der deren Strukturen und Prozesse analysiert und nach wirtschaftlichen Prinzipien optimiert! So können sie dann tatsächlich Jobs vermitteln und nicht nur deren Quote erfüllen, die weder einen Mehrwert der Bevölkerung, noch denen selbst bringt! Dass Griechenland austritt macht die Sache nicht schlechter und nicht besser! Eventuell füllt das sogar mal die Haushaltskassen der Bevölkerung!!!
    Also bitte an die eigene Nase packen und einen Plan ausarbeiten wie man tatsächlich Jobs vermittelt und die Arbeitslosenquote senkt!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%