Arbeitsmarkt
1,8 Milliarden Menschen arbeiten ohne Vertrag

Immer mehr Menschen müssen wegen der Wirtschaftskrise zu Niedrigstlöhnen und ohne soziale Absicherung arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch vorgestellte Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

HB PARIS. Demnach hat die Zahl der Beschäftigten ohne richtigen Arbeitsvertrag und Sozialversicherung Rekordniveau erreicht. Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer sei weltweit betroffen. Dies entspreche rund 1,8 Mrd. Menschen. Mehr als 700 Mio. von ihnen müssen laut OECD mit weniger als 1,25 Dollar am Tag auskommen. Das ist umgerechnet nicht einmal ein Euro.

Zur Bekämpfung des Problems fordern die Autoren der Studie schnelle und unkonventionelle Hilfen - auch von reicheren Staaten. Beschäftigte im sogenannten informellen Sektor sollten besser abgesichert werden. Zudem könnten Kleinstkredite und Bildungsprogramme gefördert werden. Laut OECD ist zu befürchten, dass es künftig noch mehr Menschen ohne richtigen Arbeitsvertrag geben wird. Bis 2020 drohe ihr Anteil an allen Beschäftigten weltweit auf zwei Drittel zu steigen, heißt es in der Studie. Besonders betroffen sind Entwicklungsländer.

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