ARD-Team angegriffen
Erneut Randale in Pariser Vorstädten

In der Nacht zum Mittwoch - und damit die zweite Nacht in Folge - ist es in zwei Pariser Vorstädten wieder zu Krawallen gekommen. Jugendliche zündeten zehn Autos an und lieferten sich Schlachten mit der Polizei. Vier Beamte wurden verletzt, teilte die Polizei mit.

HB PARIS. Die Krawalle konzentrierten sich auf Clichy-sous-Bois und dem benachbarten Montfermeil im Norden von Paris, wo im vergangenen Oktober die wochenlangen Jugendunruhen in Einwanderervierteln ihren Ausgang genommen hatten. Fünf Randalierer wurden festgenommen.

Am Mittwochnachmittag wurde ein Kamerateam der ARD in Montfermeil in seinem Fahrzeug von Jugendlichen angegriffen. Die Randalierer bewarfen das Fahrzeug mit Steinen, so dass Schaden an der Tür entstand und Scheiben zu Bruch gingen, wie ARD-Studioleiterin Marion von Haaren berichtete. Der Kameramann sei mit dem Schrecken davon gekommen, das Team habe die Arbeit abbrechen müssen.

Unter den Festgenommenen befand sich auch Muhittin Altun (18), der einzige Überlebende des Unglücks, an denen sich die Herbstunruhen entzündet hatten. Altun war damals mit zwei Kameraden vor der Polizei in ein Transformatorhäuschen geflüchtet, wo alle drei Stromschläge erlitten hatten. Altuns Anwalt nannte die Festnahme seines Mandanten wegen Steinewerfens lächerlich. Augenzeugen berichteten, Randalierer hätten auch Polizeiautos angezündet, in denen noch Beamte gesessen hätten. Bereits in der Nacht zuvor hatten sich in beiden Vorstädten 100 Halbstarke Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.

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