Argentinien bestätigt: Schuldenabkommen mit IWF

Argentinien bestätigt
Schuldenabkommen mit IWF

Durch eine Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat Argentinien einen neuen Verzug bei der Schuldenrückzahlung vermieden, dies hat das südamerikanische Land am Mittwoch offiziell bestätigt. Die Regierung in Buenos Aires hatte am Dienstagabend nach Angaben der Notenbank wenige Stunden vor Fristablauf einen Kredit über 3,15 Mrd. Dollar getilgt.

HB BUENOS AIRES. Damit bleibe ein bestehendes IWF-Programm zur Zahlung von Krediten über insgesamt 13,3 Mrd. Dollar in Kraft, sagte Kabinettschef Alberto Fernandez im Hörfunk. Argentinien sei über das Ergebnis des Übereinkommens mit dem Währungsfonds erfreut. Die Interimschefin des IWF, Anne Krueger, stimmte unterdessen dem Übereinkommen zu. Sie werde dem Fonds die Auszahlung einer Tranche von 3,1 Mrd. Dollar aus dem bestehenden Programm empfehlen, kündigte sie am Mittwoch an.

Fernandez sagte, Argentinien habe in den Verhandlungen mit dem Geldgeber seine Ziele erreicht, äußerte sich aber nicht näher dazu. Er sagte lediglich, Argentiniens Dubai-Vorschlag bleibe in Kraft. Argentinien hatte im September in Dubai vorgeschlagen, nur ein Viertel von 88 Mrd. Dollar zurückzuzahlen, die Argentinien privaten Geldgebern schuldet.

Wirtschaftsminister Roberto Lavagna kündigte unterdessen Treffen mit den privaten Gläubigern zwischen dem 22. März und dem 16 April an. Ziel sei es, bis Ende Juni ein Abkommen zur Umschuldung der seit Januar 2002 säumigen Staatsanleihen über 88 Mrd. Dollar zu erreichen, sagte Lavagna. „Wir hoffen, das kommt bis Ende Mai oder Ende Juni zustande“, sagte er. Fernandez fügte jedoch hinzu, Argentinien werde keinen Gegenvorschlag seiner Gläubiger bei den geplanten Treffen in Buenos Aires diskutieren. Die privaten Inhaber argentinischer Staatsanleihen haben bislang statt des angebotenen Viertels eine Rückzahlung von mindestens 65 % gefordert.

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