Argentinien
Energieunternehmen YPF wird verstaatlicht

Das argentinische Abgeordnetenhaus hat der Verstaatlichung des Energieunternehmens YPF zugestimmt. Das kam in Argentinien gut an - die EU hingegen war empört.
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Buenos AiresDas Abgeordnetenhaus des argentinischen Kongresses hat am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit die Verstaatlichung des Tochterunternehmens YPF des spanischen Energiekonzerns Repsol gebilligt. 207 Abgeordnete stimmten für den Schritt, 32 dagegen.

Präsidentin Cristina Fernandez hatte die Enteignung der Repsol-Anteile an YPF in Höhe von 10,5 Milliarden Dollar (7,9 Milliarden Euro) ohne Vorab-Entschädigung überraschend vor zwei Wochen bekannt gegeben. Der Senat stimmte dem Schritt bereits in der vergangenen Woche zu.

Während Kirchners Pläne für die Verstaatlichung von YPF in Argentinien durchweg positiv aufgenommen wurden, hatten sie bei der EU und vor allem in Spanien für Empörung gesorgt. Madrid und Brüssel drohten mit Vergeltungsmaßnahmen. Spanien kündigte zunächst an, die Einfuhr von Biodiesel aus Argentinien einzuschränken.

Der spanische Außenminister José Manuel Garcia-Margallo sagte am Donnerstag, es sei für Staaten legitim, die Kontrolle über ihren Energiesektor zu übernehmen, so lange sie dafür einen fairen Marktwert zahlten.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Argentinien: Energieunternehmen YPF wird verstaatlicht"

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  • Ernie, wieso ist so ein Land immer noch in den G 20 Staaaten ? das ist doch lächerlich und degradiert die G20 Staaten. Da gehörten die doch sofort rausgeschmissen.

  • Die Operettenrepublik Argentinien war und ist kein Ernst zu nehmender Investitionsort. Mit der volksgewählten Evita-Nachfolgerin und Kirchner-Witwe Cristina, die mit ihrem jungen Lover die Telenovela "YPF-Enteignung" durchgesetzt hat, mutet man den armen Argentiniern einiges an Realsatire zu. Leider wirkt sich dieses auch auf den gesamten Kontinent aus und lässt die ernsthaft an einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung arbeitenden Länder leiden.

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