Arktis-Projekt
USA genehmigen Shell umstrittene Bohrungen

Umweltschützer protestieren seit Jahren gegen Ölbohrungen vor der Küste Alaskas. Jetzt darf Shell doch mit dem Projekt beginnen. Der britisch-niederländische Konzern muss jedoch extrem hohe Sicherheitsauflagen erfüllen.
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WashingtonDas Arktis-Projekt des Energieriesen Royal Dutch Shell hat trotz heftigen Widerstands von Umweltschützern die Zulassung erhalten. Nach intensiven Prüfungen habe man Shell erlaubt, unter Einhaltung rigoroser Sicherheitsvorkehrungen vor der Küste Alaskas nach Öl zu bohren, teilte die zuständige Behörde Bureau of Safety and Environmental Enforcement BSEE am Montag in Washington mit. Der britisch-niederländische Konzern hatte sich über Jahre um die Zulassung bemüht und bereits im Mai wichtige Genehmigungen erhalten.

Shell will in der Tschuktschensee - 113 Kilometer entfernt von dem Dorf Wainwright an der Nordwest-Küste Alaskas - in relativ flachem Wasser bohren. Umweltschutzgruppen liefen jedoch gegen das Arktisprojekt Sturm, weil sie eine Gefährdung des sensiblen Ökosystems der Region befürchten. Polarbären, Walrosse, Robben und Wale seien durch Klimawandel und das schmelzende Seeeis im Sommer ohnehin anfällig, kritisierten Experten.

Die Genehmigung wurde nun erteilt, nachdem die Reparaturen an einem Eisbrecher beendet wurden, mit dem das Unternehmen im Katastrophenfall Notfallausrüstung an die Förderstelle bringen will. In der Arktis befinden sich nach Schätzungen der US-Regierung rund 20 Prozent der noch unentdeckten Öl- und Gasvorräte der Erde.

2010 hatte eine Explosion auf der vom Shell-Konkurrenten BP betriebenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ die bislang schlimmste Ölkatastrophe verursacht. Elf Menschen kamen ums Leben, Hunderte Millionen Liter Öl flossen in den Golf von Mexiko und richteten massive Schäden an.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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  • Feste Jungs, macht nur weiter so, wir kriegen schon alles kaputt…

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