Arm und Reich
In China wächst die Kluft

Der Einkommensunterschied zwischen den boomenden Städten Chinas und den ländlichen Gebieten wächst weiter. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen.

HB PEKING. Das Durchschnittseinkommen eines Stadtbewohners in China lag 2006 insgesamt 3,28 Mal über dem eines Bürgers auf dem Land, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus einem Bericht von Landwirtschaftsminister Sun Zhengcai zitierte. 2003 habe der Faktor noch bei 3,23 gelegen.

Die wachsende Kluft hat in China zu Spannungen und Protesten geführt. Die Regierung in Peking versucht, mit einem Programm zur Förderung der ländlichen Regionen gegenzusteuern.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte indes vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) mehr Druck auf China. Die Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Barbara Lochbihler, sagte im Südwestrundfunk, die Lage der Menschenrechte habe sich in der Volksrepublik acht Monate vor den Olympischen Sommerspielen nur „minimal“ verbessert.

Neben der politischen Weltöffentlichkeit müsse auch das IOC ausdrücklich verlangen, dass Regimekritiker nicht mit Hausarrest belegt oder gar in Umerziehungslager eingewiesen würden. Als positives Zeichen für Veränderungen in China wertete Lochbihler, dass Todesurteile inzwischen vom Obersten Gerichtshof des Landes überprüft werden müssten.

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