Armee-Einsatz Tote bei Gefechten in der Ostukraine

Der Ton zwischen Russland und den USA wird schärfer. Gazprom verlangt mehr als elf Milliarden Euro von der Ukraine. Bei dem Einsatz der ukrainischen Armee sterben nach Angaben aus Kiew fünf prorussische Kämpfer.
Update: 24.04.2014 - 12:16 Uhr 42 Kommentare

Separatisten rüsten sich für Angriff

Kiew/Moskau/ChisinauBei dem Einsatz der ukrainischen Armee in der von prorussischen Kräften gehaltenen Stadt Slawjansk sind nach Angaben der Regierung in Kiew mehrere Menschen getötet worden. Wie das Innenministerium am Donnerstag mitteilte, wurden „bis zu fünf“ prorussische Kämpfer getötet. Zuvor hatte die Armee einen Einsatz gestartet, um die Stadt unter ihre Kontrolle zu bringen.

Unterdessen wird der Ton zwischen den USA und Russland angesichts der anhaltenden Gewalt in der Ukraine rauer. Nun schaltet sich US-Präsident Barack Obama ein. Der drohte Russland mit weiteren Sanktionen. Derzeit würden neue Strafmaßnahmen vorbereitet, sagte Obama am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. „Bisher zumindest sehen wir nicht, dass sie dem Geist oder den Buchstaben der Einigung von Genf nachkommen“, sagte Obama. Sollte die Führung in Moskau das Abkommen weiter missachten, müsse sie mit „Konsequenzen“ rechnen. „Dann werden wir die Sanktionen verschärfen“, warnte Obama nach einem Gespräch mit dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe.

Allerdings bräuchten die USA die Hilfe ihrer Verbündeten, damit die Sanktionen auch wirksam seien. Er arbeite daran, entsprechenden Rückhalt zu bekommen. Zudem warf der US-Präsident Moskau vor, sich nicht an die Genfer Vereinbarung zur Entschärfung der Spannungen in der Ostukraine zu halten. „Bösartige und bewaffnete Männer“ würden weiter Gebäude in der Region besetzen, doch Moskau habe den Aktionen prorussischer Aufständischer nicht Einhalt geboten.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die USA am Mittwoch beschuldigt, das Vorgehen der prowestlichen Machthaber in Kiew zu steuern. Er habe keine Zweifel, dass die Amerikaner „die Show dirigieren“, sagte er.

US-Außenminister John Kerry warf Moskau seinerseits vor, sich nicht ernsthaft um eine Beruhigung der Lage in der Ostukraine zu bemühen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier rief Moskau und Kiew gleichermaßen auf, zur Deeskalation beizutragen.

Die USA haben die Kritik des russischen Außenministers Sergej Lawrow an der Ukraine-Politik Washingtons scharf zurückgewiesen. Die Beschuldigung, die USA steuerten die Handlungen der Regierung in Kiew, sei „lächerlich“, sagte Jen Psaki, Sprecherin des US-Außenamts am Mittwoch. „Diese Rhetorik ist kontraproduktiv und aufrührerisch.“ Zugleich verlangte sie die sofortige Freilassung eines von Milizen in der Ostukraine festgehaltenen US-Journalisten.

„Jeder Angriff auf russische Bürger ist ein Angriff auf Russland“
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42 Kommentare zu "Armee-Einsatz: Tote bei Gefechten in der Ostukraine"

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  • @ Daltoniker

    -ich hatte Ihnen doch schon mal ein Umfrageergebnis zugeschickt. Haben Sie es in Ihrer Einbildung nicht gelesen ? Aus dieser Umfrage hätten Sie erkannt, dass Sie nicht zu der Mehrheit der Deutschen Bevölkerung gehören ( die 2/3 ausmacht ), sondern zu den Bescheuerten 4/5 der Politganoven.

    Aber ich wiederhole den Link nochmals gerne :

    http://www.zeit.de/2014/16/russlanddebatte-krimkrise-putin/komplettansicht

  • Interessant. Kommerzielle Meinungsforschung ist anscheinend nicht die reine Lehre, ich kenne nur letztere. Allerdings treffen auch die kommerziellen Meinungsforscher vor Wahlen relativ gut das Ergebnis, also liegt kein systematischer Fehler vor.

  • @deltaone

    Ach Delta, eine Freundin von mir arbeitet für Meinungsforscher. Die Fragebögen werden von den Befragern oft selbst zu 100% ausgefüllt und abgegeben, da keiner Lust hat, die Leute zu befragen. Viel zu aufwändig. Und das macht die grosse Masse so. Selbst live erlebt.
    Insofern sind diese Meinungsumfragen für mich so wertvoll wie ein Brötchen.
    Wenn Sie das anders sehen, dann bleibt das Ihr gutes Recht.
    Übrigens: Die von mir erwähnte Dame hatte Statistk als Schwerpunkt in ihrem Studium :-)

  • @Hardie: Keine Ursache, Novize. Auch wenn der Spiegel für Bildleser Auftraggeber gewesen ist, ändert sich dadurch nichts an der Validität des Umfrageergebnisses. Wohl in Statistischer Methodenlehre nicht aufgepasst: Die Erhebungsmethode ist gängig, der Umfang der Stichprobenziehung in Relation zur Grundgesamtheit ausreichend. Sie können es ja gerne ignorieren, nur hört es dadurch nicht auf zu existieren.

  • @Furfante

    Ich hoffe, die USA bezahlen ihn und seine Kriegshetze wird nicht auch noch durch deutsche Steuerzahler finanziert...

  • @deltaone

    Sorry Großmeister, hatte nur "Forsa, Umfrage, Russland" eingegeben und nicht mehr nach älteren Umfragen geschaut.
    Es beruhigt aber ungemein, dass die Umfrage durch Forsa für den Stern durchgeführt wurde und 1001 Bürger durch eine "computergesteuerte Zufallsstichprobe" ermittelt wurden. Lach...

  • @ Buerge-r

    Donolli ist wohl eher ein "Brüsseler Auftragshündchen", das sich seine Sporen mit etwas herumgegacker verdient.

    Der ist unbelehrbar und pubertär !

    Er tut nur seine Pflicht.

  • @donolli

    Dafür haben wir ja Experten und USA-Versteher wie Sie im Forum, die uns dankenswerterweise die moralische, finanzielle, militärtechnische und sowieso überhaupt Überlegenheit & Makellosigkeit jeder Handlung von Gottes Stellvertreter auf Erden der ruhmreichen Vereinigten Staaten von Amerika aka das Neue Jerusalem und ihrer verd(r)eckten Aktionen weltweit, die einen gescheiterten Staat nach dem anderen produzieren, immer gern erläutern. Danke!

  • Wichtig ist nur, daß Frau Timoschenko die Präsidentschaftswahl am 25.5.2014 gewinnt. Oder glaubt jemand ernsthaft, daß unter diesen Umständen die von amerika finanzierte Präsidentschaftswahl stattfindet?

  • Ergänzung

    Der Gipfel der Finanzpropaganda zu den Europawahlen am 25.5.2014 ist die Erfolgsmeldung, daß Griechenland jetzt "primäre" Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, die dafür ausreichen, die bestehenden und aufgenommenen Schulden zu bedienen. Wahrscheinlich sind nur die Schuldzinsen gemeint, da die Schuldentilgungen ja auf lange Frist hinausgeschoben sind. Wie hoch ist das Haushaltsdefizit, wenn man die anderen Staatsausgaben berücksichtigt, z.B. die Personalkosten und die Kosten für den Regierungsapparat? Die werden aus den neuen Finanzspritzen der EU(Rettungsfonds) bestritten. Man stelle sich vor, wie der Kreditantrag einer Privatperson bei einer Bank beschieden wird, wenn die Privatperson zwar nachweisen kann, daß sie den Kapitaldienst für den Kredit aus verfügbarem Einkommen bestreiten kann, für die Bestreitung der anderen Haushaltsausgaben jedoch auf eine Kreditfinanzierung angewiesen ist, weil kein zusätzliches verfügbares Einkommen(Überschuß) vorhanden ist. Der Kreditantragsteller wird von der Bank wahrscheinlich mit der Bemerkung abgewiesen: Haben Sie nicht alle Tassen im Schrank?

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