Armeestützpunkt
Explosionen in russischem Waffenlager

Fast 30.000 Russen haben wegen schwerer Explosionen auf einem Militärstützpunkt in Udmurtien ihre Häuser verlassen müssen. Rauch und fliegende Glassplitter sollen etwa 30 Menschen verletzt haben.
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Moskau

Wegen einer Serie schwerer Detonationen in einem russischen Munitionslager haben knapp 30.000 Anwohner ihre Häuser verlassen müssen. Etwa 30 Menschen seien durch Glassplitter oder giftigen Rauch verletzt worden, teilte das Zivilschutzministerium am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Auf dem Stützpunkt in der Teilrepublik Udmurtien an der Wolga lagern Artilleriegranaten, die zerstört werden sollen. Das Feuer sei vermutlich bei Arbeiten ausgebrochen, hieß es.

Explodierte Granatenteile wurden noch in zwei Kilometer Entfernung entdeckt. Mehrere Lagerhäuser standen in Flammen, Rettungskräfte kämpften mit Feuerwehrzügen und Flugzeugen gegen die Brände.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Behörden in der Teilrepublik Baschkortostan am Ural wegen eines Großbrands auf einem Militärdepot etwa 7000 Anwohner in Sicherheit gebracht. Ein Soldat war nachlässig bei der Lagerung von Munition umgegangen. Zahlreiche Häuser in einem nahen Dorf wurden durch die Flammen zerstört. In Russland kommt es infolge maroder Militärausrüstung und Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften immer wieder zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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