Aserbaidschan und Turkmenistan
EU setzt auf Gas aus Ex-Sowjet-Staaten

Die EU deckt zwei Drittel ihres Gasverbrauchs aus Importen. Rund ein Drittel des Bedarfs wird von Russland gedeckt – dabei kommt es immer wieder zu Problemen. Laut einem Bericht schaut sich die EU nach Alternativen um.
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HamburgAngesichts des Gas-Streits zwischen der Ukraine und Russland strebt die EU-Kommission laut einem Medienbericht rasche Verhandlungen über Gaslieferungen aus Aserbaidschan und Turkmenistan an. Das gehe aus einem Entwurf zur sogenannten EU-Energieunion hervor, berichtete „Spiegel Online“ am Sonntag.

Noch in diesem Jahr solle es demnach ein „Memorandum of Understanding“ zwischen der EU und den beiden Ex-Sowjet-Staaten geben. Bis 2016 wolle Brüssel ein umfassendes Paket zur Diversifikation der europäischen Gasversorgung entwickeln.

Die EU deckt rund zwei Drittel ihres Gasverbrauchs aus Importen. Russland ist der größte Importeur und liefert knapp ein Drittel des in Europa verbrauchten Gases. Davon wiederum fließt rund die Hälfte durch die Ukraine. In den letzten Jahren gab es dabei immer wieder Schwierigkeiten, die auch zu Engpässen führten. Vergangenes Jahr kam der große Konflikt zwischen Russland und der Ukraine um die Krim und die Ostukraine hinzu.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Monats angekündigt, die Energiepolitik in Europa umzugestalten. Dabei soll die Energieunion die engere Zusammenarbeit von EU-Staaten bei Energiefragen regeln. Am Mittwoch die EU ihr neues Konzept vorstellen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Aserbaidschan und Turkmenistan: EU setzt auf Gas aus Ex-Sowjet-Staaten"

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  • In der ARD Talksendung vom 15.Feb.2015 bei Günther Jauch sagte Kiews Botschafter Andrij Melnyk: "Neo-Nazis sind Teil unserer Armee"
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    Nun frage ich: WO ist der Aufschrei der USA, der Israelis usw?

    Würde der gestrige Anschlag russische Handschrift haben so wäre de erste Reihe auf dem Foto oben über den Jordan gegangen.

    Ein Anschlag, quasi in einer Seitengasse wo unschuldige Menschen sterben.... also bitte, das glaubt doch kein logisch denkender Mensch.

  • Jene, die schon vor Maidan gegen Olympia in Sotschi zum Boykott aufgerufen haben, USA, Merkel, Gauck ("weil sein Vater in der DDR so sehr unter den Russen gelitten hat"), sind heute wie damals die Gleichen, die gegen Russland und Putin hetzen!

    Aber mit dieser Politik schaden sie uns EUROPÄERN; sie sind Unterstützer von Putschisten, die nur eigene Interessen verfolgen!

    Die USA werden die Häfen Mariupol und (oder) Odessa nicht als Stützpunkte bekommen können, die Krim ist schon ihnen verwehrt!!!

    Bitte nachdenken wer der Aggressor ist !!!

  • Stratfor-Chef über militärische Schwäche: Niemand würde für die EU sterben wollen
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    Quelle: DWN
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    Der Chef des privaten US-Geheimdiensts Stratfor, George Friedman, sieht die EU in einer schwierigen Position: In einer militärischen Auseinandersetzung - etwa mit Russland - würde niemand für die EU sterben wollen. Denn die sozialen Verwüstungen durch die Finanz-Krise hätten auch den Zusammenhalt in Europa geschwächt.
    Die „Mainstream-Parteien“ verlieren an Legitimation. Dieser sei verbunden mit einem „Anstieg des Hasses“ unter einer „intelligenten und verbitterten Klasse“ in Europa. Diese Klasse habe kein Vertrauen mehr in das aktuelle System. „Das ist der gefährliche Punkt
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    Dazu sage ich: Da denkt ein Amerikaner also darüber nach, für wen oder was wir Europäer sterben würden – interessant!
    Noch interessanter ist, dass ein Amerikaner uns Europäern sagen will, wen wir hassen. – Welche Nation verbreitet denn in aller Welt Feindbilder und schürt Hass? – Da sind uns die USA wohl weit voraus! Ich finde es unerträglich, dass wir Europäer uns so von der USA für ihre Interessen instrumentalisieren lassen.
    Und nein, auch ich will nicht für die EU sterben. Ich will friedlich mit meinen Nachbarn leben und ich will keine US Marionetten in Europa. Ich maße mir an, besser zu wissen, was Europäer wollen, denn ich lebe hier.
    Aus meiner Sicht, sind die USA nicht an einem Frieden in Europa interessiert, sie wollen, dass wir uns uneins sind, um so ihre Machtansprüche voranzutreiben.

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