Asien: Armee schlägt Rebellen in Sri Lanka

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Armee schlägt Rebellen in Sri Lanka

Der seit 25 Jahren andauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka steht nach einem weiteren Sieg der Armee gegen die tamilischen Rebellen kurz vor dem Ende, die Befreiungstiger kontrollieren nur noch ein kleines Gebiet im Norden. Deutsche Reiseveranstalter wollen ihr Programm ausweiten.

DELHI. Der seit 25 Jahren andauernde Bürgerkrieg in Sri Lanka steht nach einem weiteren Sieg der Armee gegen die tamilischen Rebellen kurz vor dem Ende. Armeeverbände eroberten die Stadt Mullaitivu im Norden der Insel, die letzte militärische Bastion der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE). Die Rebellen kontrollieren nach Regierungsangaben jetzt nur noch ein etwa 400 Quadratkilometer großes Dschungelgebiet.

"Der Krieg ist zu 95 Prozent vorbei", sagte Armeechef Sarath Fonseka. In den von der singhalesischen Bevölkerungsmehrheit bewohnten Gebieten Sri Lankas wurden Freudenfeuerwerke entzündet. Wirtschaftlich würde vor allem der Tourismus von einem Ende des blutigen Bürgerkriegs mit zehntausenden Opfern profitieren. Der Reiseveranstalter Thomas Cook, zu dem auch Neckermann gehört, will sein Sri-Lanka-Angebot in diesem Jahr leicht ausweiten, wie eine Sprecherin auf Anfrage sagte. Bei Rundreisen ändere man die Route, wenn die Sicherheitslage dies erfordere.

Deutschlands führender Reiseveranstalter Tui äußerte sich zuversichtlich, dass eine dauerhafte Stabilisierung der politischen Lage den Tourismus deutlich ankurbeln werde. Das Programm für Reisen nach Sri Lanka werde ausgeweitet, sobald durch eine verbesserte Sicherheit die Nachfrage steige, teilte das Unternehmen mit.

Die Zahl ausländischer Touristen in Sri Lanka ist kontinuierlich gesunken, seitdem die Gewalt nach einem zeitweisen Waffenstillstand und erfolglosen Friedensgesprächen 2006 wieder eskalierte. Im vergangenen Jahr kamen rund 438 000 ausländische Touristen ins Land, davon knapp 31 000 aus Deutschland. 2007 brachten die Urlauber Sri Lanka Devisen in Höhe von 384 Mio. Dollar.

Dass sich die Sicherheitslage nach der militärischen Niederlage der LTTE, die seit 36 Jahren für einen unabhängigen Staat im Norden der Insel kämpft, tatsächlich verbessert, ist allerdings nicht garantiert. Beobachter befürchten, dass die Rebellen auf einen Guerillakrieg umschwenken und die Zahl der Bombenattentate und Selbstmordanschläge in den Städten der Insel steigt. Die Regierung beziffert die Zahl der verbliebenen LTTE-Kämpfer auf etwa Tausend.

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