Asienreise
Bush hält China den Taiwan-Spiegel vor

Bei seinem Japan-Besuch hat US-Präsident George W. Bush die chinesische Regierung aufgefordert, mehr Demokratie zu wagen. Als leuchtendes Beispiel propagierte Bush Taiwan: Das von China abtrünnige Inselreich sei "frei und demokratisch und blühend".

HB TOKIO. Bush sagte am Mittwoch in der japanischen Stadt Kyoto: "Indem sie den legitimen Forderungen ihrer Bürger nach Freiheit und Offenheit nachkommen, können Chinas Führer helfen, dass ihr Land zu einer modernen, blühenden und zuversichtlichen Nation wächst." Die Menschen in China wollten mehr Freiheiten, einschließlich des Rechts, ihre Religion "ohne staatliche Kontrolle" auszuüben. Die Führer Chinas würden erkennen, dass die "Tür zur Freiheit, wenn sie erst einmal auch nur einen Spalt geöffnet ist", nicht mehr geschlossen werden könne, hieß es weiter.

Bush forderte die chinesische Führung ferner auf, ihr Ziel eines flexiblen, auf Marktprinzipien basierenden Währungssystems umzusetzen und geistiges Eigentum zu schützen. Es gelte Lösungen zu finden, um die Handelsdifferenzen der USA mit China zu lösen.

Der US-Präsident griff zugleich Nordkorea verbal scharf an. Anders als China hätten einige asiatische Länder nicht einmal erste Schritte zur Freiheit unternommen. In Nordkorea zeigten Satellitenkarten "Gefangenenlager von der Größe ganzer Städte". Das Streben des Regimes nach Atomwaffen bedrohe die Stabilität in der Region. Bush, der am Dienstag zum Auftakt einer achttägigen Asienreise in Kyoto eingetroffen war, will im Anschluss an den Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) in Südkorea am Samstag nach China reisen.

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