Asyl für Snowden

US-Politiker wüten gegen Putin

Das Asyl für Snowden in Russland wühlt Amerikas Politik auf: Präsident Obama zeigt sich „äußerst enttäuscht“ und stellt seinen Besuch infrage. Der einflussreiche John McCain bemüht gar eine Rhetorik wie im Kalten Krieg.
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US-Präsident Obama (l.) und Senator John McCain (auf einem Bild aus dem Jahr 2009): Beide Politiker sind empört von Russlands Asyl-Entscheidung. Quelle: Reuters

US-Präsident Obama (l.) und Senator John McCain (auf einem Bild aus dem Jahr 2009): Beide Politiker sind empört von Russlands Asyl-Entscheidung.

(Foto: Reuters)

New YorkDie Welle der Wut ließ nicht lange auf sich warten. Nur Stunden nachdem das Foto von Edward Snowdens Einreisedokument aus Moskau in den USA über die Fernsehschirme gelaufen war, überboten sich Politiker in Washington mit Verurteilungen. Machtlos hatten sie zusehen müssen, wie der gesuchte Geheimdienst-Informant am Donnerstag unbehelligt am Flughafen Scheremetjewo in ein Auto stieg – und nun vielleicht für ein Jahr irgendwo in Russland untertaucht.

Empört zeigte sich Jay Carney, der Sprecher von US-Präsident Barack Obama. „Wir sind äußerst enttäuscht darüber, dass die Russische Föderation diesen Schritt gegangen ist“, sagte er im Weißen Haus. Dies untergrabe die Zusammenarbeit in der Verbrechensbekämpfung. Als Konsequenz werde Obama nun sogar erwägen, den für September geplanten Staatsbesuch zum G20-Gipfel in St. Petersburg abzusagen. Snowden sei „kein Whistleblower“, so Carney, sondern ein Verdächtiger, der von der Justiz wegen der Weitergabe von Geheimnissen gesucht werde und deshalb ausgeliefert werden müsse.

Der 30-jährige ehemalige Geheimdienstmitarbeiter hatte in den vergangenen Wochen enthüllt, wie die US-Abhörbehörde NSA systematisch und grenzüberschreitend den Internet- und Telefondatenverkehr überwacht. Der große Lauschangriff mit Programmen wie „Prism“ und „XKeyscore“ sorgt seitdem weltweit für Empörung, auch die Bundesregierung ist wegen der ungeklärten Rolle der deutschen Dienste unter Druck geraten.

Der Snowden-Fall belastet vor allem die amerikanisch-russischen Beziehungen, seitdem der Amerikaner am 23. Juni von Hongkong aus in die Transitzone des Moskauer Flughafens floh. Von Beginn an hatten Obama, Außenminister John Kerry und zahlreiche Abgeordnete Russlands Präsident Wladimir Putin mit Konsequenzen gedroht, sollte er Snowden nicht ausliefern und Asyl gewähren.

Putin hat sich nun darüber hinweggesetzt, indem er dem Informanten ein Visum ausstellen ließ, das für ein Jahr gültig ist. Bereits vorher hatte er klargemacht, Snowden unter keinen Umständen auszuliefern. Nach Ansicht des Kremls wird sich das amerikanisch-russische Verhältnis dadurch aber nicht verschlechtern. Es handele sich um eine „ziemlich unbedeutende Angelegenheit“, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass Obama das Gipfeltreffen absagen werde.

In Washington wurden die Nachrichten vom Donnerstag allerdings nicht gerade als „unbedeutende Angelegenheit“ aufgefasst. Im Gegenteil: Die Situation eskalierte weiter. Der einflussreiche republikanische Senator John McCain sprach von einer „Schande und einem durchdachten Manöver, die USA zu blamieren“. Putins Schritt sei ein „Schlag ins Gesicht aller Amerikaner“.

„Er kann leben, wo immer er will“
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  • Ursprüngliche Version:

    Alle Freien Bürger dieser Welt sind Mr. Snowden sehr dankbar dafür, daß er die USA mit ihrer PERFIDEN weltweit betriebenen Daten-Ausspäh-Politik im Sinne von BIG BROTHER IS WATCHING YOU endlich bloßgestellt hat....er hat das wahre Gesicht dieser sogenannten 'USA- Freunde' gezeigt...

    Liebe HB-Redaktion, wenn SIE meinen, daß hier etwas zensiert werden sollte, kann ich nur sagen: ARMES DEUTSCHLAND !!!

  • Auch der republikanische Senator John McCain tat sich schwer, die Fassung zu wahren: „Eine Schande, ein absichtlicher Schritt, die Vereinigten Staaten zu blamieren.“
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    Die USA, deren Politiker, die brauchen doch nun wirklich keinen Snowden der die blamiert. Das können die selber viel, sehr viel besser.

  • Das unsere Vasallenregierung mit der FDJ-Merkel dank Herrn Snowden jetzt auch offiziell seit 3 Monaten bescheid weiß und trotzdem nichts gegen die NSA-Stasi unternimmt und diese geistesgestörten Schweine mit ihrem Daten-Guontanamo in Wiesbaden aus Deutschland rausschmeißt sagt eigentlich alles.

    Grundgesetz versus Altpartei CDUSPDFDPGrüne

    Das der US-Diktatur-Präsident Obama "äußerst enttäuscht" ist, dass Herr Snowden vorerst nicht auf dem elektrischen Stuhl landet, sagt auch alles über diesen "Friedennobelpreisträger".

    Und merkt dieser McCain eigentlich noch was?

    Zitat:„Schlag ins Gesicht aller Amerikaner“

    Das ist zu wenig. Mindestens brauchen diese US-Diktatur-Stasi einen Tritt in die Fresse!

  • @spongebob
    Snowden und Macht? Das ist ja wohl nicht der Fall!

    Der Mann macht öffentlich was auf der Welt abgeht und was vor allem die Amis und Briten an Daten über uns alle sammeln und das war nur gut so!
    Dann noch die Veröffentlichung von Frontal 21 der amerikanischen Firmen die in Deutschland ganz legal mit Genehmigung der Regierung spitzeln.....unglaublich!

    Wie die angeblich freie Welt dann mit dem Mann, der wirklich ein mieses Stück an Menschenverachtung öffentlich macht, behandelt wird ist zum Ko....

    Aber was jetzt an Reaktion aus den USA kommt ist unter aller Würde.
    Das wahre Gesicht kommt hier endlich zum Vorschein! Wieso glauben eigentlich Menschen sich über andere aufschwingen zu dürfen und zu kasernieren und zu foltern und das im 21.Jahrhundert. All das von einer Nation die sich die Freiheit ganz gross auf die Fahne schreibt!!!???
    Pfui Teufel kann man da nur sagen.

    Mehr Gelassenheit und vor allem Aufklärung einer angeblichen Weltmacht und eines Friedennobelpreisträgers wären hier angebracht!

    Und in Deutschland - still ruht der See!
    Ach nein, im Gegenteil, die Schweigekanzlerin, die von allem nichts gewusst-Kanzlerin steigt noch in der Wählergunst!
    Das ist noch unfassbarer!!!!!!!!!!!! Fast wie in der ehemaligen DDR!

  • Zur Not könnte Barack Obama ja noch die Navy-Seals nach
    Russland schicken....??!! Diese "Affäre" sollte auf keinen Fall die russisch-amerikanischen Beziehungen schwächen/
    beeinflussen - DAS wäre ein Armutszeugnis für die Politik/
    die Präsidenten!! Es kann doch nicht sein, dass eine einzige Person sämtliche diplomatische Beziehungen beeinflusst/schädigt??!! Das DARF nicht passieren....!!!
    Also: Reisst Euch mal alle am Riemen und lasst Snowden nicht so viel "Macht" über Euch haben....!!!

  • > John McCain sprach von einer „Schande und einem
    > durchdachten Manöver, die USA zu blamieren“
    Die Schande haben die Verantwortlichen über die USA gebracht, indem sie die Werte der USA vekauft und verraten haben.

    Was die Abhörprogramme an sich angeht, fällt mir ein Spruch von Eric Schmidt, Executive Chairman von Google, wieder ein:
    "Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht ohnehin nicht tun."
    Das gilt auch für Geheimdienste und IT-Konzerne.

  • Ob Snowdon in Russland sicher ist, wage ich zu bezweifeln.
    Gegen viel bares finden sich in Russland Gruppen, die Amerika
    die Drecksarbeit abnehmen und dann kann Amerika sagen: Bei
    uns wäre er sicher gewesen. Also muss Putin Snowdon rund um die Uhr bewachen lassen. Ob zwischen Russland und USA eine Eiszeit anbricht ist unwarscheinlich,aber die Amerikaner werden sich ähnlich rächen.

    Übrigends wäre Snowdon in der Placebu-Demokratie Deutschland so sicher, wie in der Wüste umgeben von Drohnen. Amerikanische Drohnen natürlich,Deutsche Drohnen stürzen ja immer ab oder werden von ROT/GRÜN als Schmuckstück gekauft.

  • Und ich dachte, schlimmer wie Bush jun. geht es nicht mehr. Wie kann man so daneben liegen. Von dieser feudalen amerikanischen Herrscherkaste können sich die freiheitsliebenden Ami-Bürger nur selbst befreien. Zum Glück ist das Volk gut bewaffnet, sollte man auch bei uns einführen.

  • Das erinnert mich an eine Anekdote aus dem klassischen Griechenland: Der Philosoph und bekennende Fassbewohner Diogenes wurde zur Bewunderung des neuen Palastes eines Herrschers eingeladen. Beim Bewunderungsrundgang rotzte er dem Herrscher ins Gesicht. Seine Erklärung/Entschuldigung: Es tut mir leid - aber das einzige das hier nicht bewunderungswürdig ist, ist dein Gesicht. So ähnlich habe ich es in Erinnerung. Die USA heute erinnern mich an diesen Vorgang, weil sie die Menschenrechte und die Demokratie vor sich hertragen, aber innerlich total verrottet sind. Obama lässt sich wöchentlich die Kill-List vorlegen, um Menschen weltweit ohne richterlichen Beschluss ermorden zu lassen. Nach dem 2 Weltkrieg haben die USA nach Gutdünken, Kriege begonnen und diese Länder auf Jahrzehnte hin verwüstet (zB Vietnam mit Agent orange und den IRAK mit abgereicherten Uran). Seit einigen Jahren werden systematisch die Menschenrechte verletzt(Folter, Erschießung von offensichtlich friedlichen Bürgern per Kampfhubschrauber,...)MiLai und andere Gräueltaten sollen nicht vergessen sein. Und nun stellt sich erneut heraus dass den USA die Bürgerrechte der Menschen scheiss egal sind. Was bleibt einem da übrig als sich zu freuen, wenn ein bekennender lupenreiner Demokrat einem stark pigmentierten US Präsidenten(FriedensnobelPreisträger und bekennender Mörder) ins Gesicht rotzt. Wunderbar. Das ist nicht Wunschträumen sondern Realität.

  • Nach der Snowden-Affäre bekommt das Mantra von Präsident
    Obama "yes, we can" eine ganze neue Bedeutung.

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