Asyls
Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge in Ungarn ein

In Ungarn geht die Polizei gegen Flüchtlinge in einem Aufnahmelager mit Tränengas vor. Der Grund: Sie wollten angeblich keine Fingerabdrücke abgeben.
  • 3

WienDie ungarische Polizei hat in einem Aufnahmelager für Flüchtlinge am Mittwoch Tränengas gegen die Asylsuchenden eingesetzt. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP zu dem Vorfall im südungarischen Röszke, rund 200 Flüchtlinge hätten versucht, sich dem Registrierungsverfahren zu entziehen. Demnach weigerten sie sich, ihre Fingerabdrücke abzugeben.

Die Polizei versuche, „die Lage zu beruhigen“, sagte Polizeisprecher Szabolcs Szenti und berichtete von „schreienden“ Flüchtlingen. Das Zentrum in Röszke ist das derzeit wichtigste Aufnahmelager des Landes für die ankommenden Flüchtlinge.

Die Zahl der täglich nach Ungarn kommenden Asylsuchenden hatte zuletzt immer neue Rekordwerte erreicht. Allein am Dienstag kamen mehr als 2500 Menschen über die südliche Grenze zu Serbien ins Land, wie die ungarische Polizei mitteilte. Das war die bislang höchste Zahl an einem Tag.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Asyls: Polizei setzt Tränengas gegen Flüchtlinge in Ungarn ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Ungarn, wer hätte das gedacht, alles Rechte und Nazis.

  • Die Ungarn müßen an ihrer Willkommenskultur arbeiten, wo kommen wir den hin, wenn ungebetene "Fachkräfte" sich hier an Regeln halten sollen, was sollen dann erst die traumatisierten "Wirtschaftsreisenden" hier in Deutschland denken, Gesetze? Regeln?, das ist nichts für die verstörten, die haben sich doch nicht in Lebensgefahr begeben um sich hier zu integrieren!. Wenn die Kohle kommt und der Koran in Ruhe und ausführlich gelesen werden kann reicht das denen, was kümmert die der Rest.


  • Ungarn hält sich an das Schengen-Abkommen und schützt die Außengrenze der EU.

    Wer das verurteilt, verurteilt die EU.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%