Atalanta-Mission

Somalia-Piraten in der Defensive

Die Gewässer vor Somalia gelten noch immer als die gefährlichsten weltweit. Die Atalanta-Mission zeigt aber erste Erfolge, so ihr Kommandant: Die Zahl der festgehaltenen Schiffe sei die niedrigste seit fünf Jahren.
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Deutsche Marine-Soldaten in Dschibuti. Quelle: dpa

Deutsche Marine-Soldaten in Dschibuti.

(Foto: dpa)

ParisDie Piraten vor der Küste Somalias sind nach Ansicht des französischen „Atalanta“-Kommandanten Jean-Baptiste Dupuis in der Defensive. Der Konteradmiral erklärte der Zeitung „Le Parisien“ (Dienstag): „Die Zahl der aktuell von Piraten festgehaltenen acht Schiffe ist die niedrigste seit Beginn der Aktion "Atalanta".“ Die verstärkte Präsenz von Kriegsschiffen der europäischen „Atalanta“-Mission habe dazu beigetragen.

Ende 2008 hatten die gefürchteten Seeräuber demnach noch mehr als 800 Seeleute auf 42 Schiffen als Geiseln gehalten. Die Erfolgsquote der Piratenüberfälle sei von 35 Prozent im Jahr 2007 auf 15 Prozent im vergangenen Jahr gesunken.

Am vergangenen Wochenende seien elf Piraten den Behörden der Seychellen übergeben worden. Die Verurteilung gefasster Piraten sei aber noch problematisch, sagte der Konteradmiral. In Paris beginnt an diesem Dienstag ein Prozess gegen sechs mutmaßliche Piraten, die vor vier Jahren die Luxusjacht „Le Ponant“ entführt hatten und nach der Lösegeldübergabe festgenommen worden waren.

Die Anti-Piraten-Mission „Atalanta“ besteht seit Ende 2008. Das Kommando führt die Europäische Union (EU). Die Bundeswehr ist vor Somalias Küsten - einem der gefährlichsten Gewässer der Welt - derzeit mit mehr als 340 Soldaten auf Piratenjagd.

  • dpa
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