Athen

2,6 Milliarden Haushaltsüberschuss - aber ohne Zinsen

Griechenland macht auf dem Weg zum Schuldenabbau Fortschritte. Im laufenden Jahr hat das Krisenland einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet – allerdings ohne Zinsen. Zuvor wurde ein Defizit erwartet.
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Eine europäische Flagge weht über dem Parthenon Tempel auf der Akropolis in Athen. Griechenland befreit sich nach und nach aus der Schuldenfalle. Quelle: dpa

Eine europäische Flagge weht über dem Parthenon Tempel auf der Akropolis in Athen. Griechenland befreit sich nach und nach aus der Schuldenfalle.

(Foto: dpa)

AthenGriechenland hat in den ersten sieben Monaten des Jahres nach Angaben des Finanzministeriums in Athen mehr eingenommen als ausgegeben, wobei allerdings der Zinsendienst nicht berücksichtigt ist. Das Land habe einen Überschuss von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet, teilte der stellvertretende Finanzminister Christos Staikouras am Montag bei einer Pressekonferenz in Athen mit. Zum Vergleich: Ursprünglich wurde mit einem Primärdefizit von 3,1 Milliarden Euro gerechnet.

Diese Entwicklung werde nach seinen Worten „das Verfahren in die Wege leiten“ für eine Reduzierung der griechischen Schulden. Dies in „enger Kooperation mit unseren Partnern“, sagte Staikouras weiter.

Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne.

  • dpa
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29 Kommentare zu "Athen: 2,6 Milliarden Haushaltsüberschuss - aber ohne Zinsen "

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  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    Ihr Bericht ist sehr interessant, fängt jedoch mit einer falschen Feststellung an. Da der Haushaltssaldo unter Einschluss der Zinsausgaben (also der sog. nominelle Haushaltssaldo)immer noch negativ ist (laut EU-Kommission für dieses Jahr fast 4 % des BIP, 2,6 % in 2014), erhöht sich der Schuldenstand weiter, wenn auch etwas langsamer. Die Schuldenstandsquote würde sich beim dem jetzt vorliegenden positivem Primärsaldo nur verringern, wenn die Wachstumsrate des BIP höher wäre als die Zinsen auf die ausstehende Staatsschuld. Da die Wirtschaft aber weiterhin schrumpft (um mehr als 4 % in 2013 laut EU-Kommission), ist dies nicht der Fall, d.h. die Schuldenstandsquote steigt weiterhin, auf 160 % des BIP nach 136 % im Vorjahresquartal. Selbst der jetzt gemeldete Primärüberschuss ist eine Mogelpackung, da - wie Sie richtig darstellen - seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahlt werden. Dem Vernehmen nach belaufen sich die Schulden gegenüber der pharmazeutischen Industrie auf 6 Milliarden €, also kein Grund zum Jubeln.
    Mit freundlichen Grüssen
    Dr. Wolfgang Glomb
    Alternative für Deutschland, Landesverband Berlin

  • @Rechner

    Lesen Sie mal hier z.B.:

    http://www.globalresearch.ca/the-new-mediterranean-oil-and-gas-bonanza/29609

    In Zypern ist Noble schon kräftig am Bohren:

    http://www.cybc.com.cy/en/index.php/international-news/item/3042-1

    Und hier können Sie auch noch etwas zu Nobles Aktivitäten in der Region lesen:

    http://www.globalpost.com/dispatch/news/asianet/130412/noble-energy-considers-pipeline-israel-turkey

  • 'hafnersp' sagt
    -----------------
    Wenn Sie hingegen glauben, ich würde jetzt selbst Testbohrungen dort unternehmen, um die Wirtschaftlichkeit zu prüfen, dann muß ich leider passen. Das macht die US-Firma Nobel Energy schon seit geraumer Zeit und die Israelis fördern schon in ihrem Teil, den sie als "Sonderwirtschaftszone" definiert haben.
    -----------------

    Was Sie nicht sagen.

    Noble Energy Inc (Marktkapitalisierung 6 Mrd US-$) ordnen Ihre Projektbeteiligung im östlichen Mittelmeer allerdings weder als Core-Operations noch als Non-Core-Operations ein.

    http://www.nobleenergyinc.com/Operations/Overview-51.html

    Und aus der Tatsache daß in den israelischen Fördergebieten abbauwürdige Vorkommen liegen zu schließen, daß demzufolge auch in den griechischen Fördergebieten solche liegen müßten ist sowieso Unsinn.

    Vielleicht, vielleicht auch nicht.

    +++

    'hafnersp' sagt
    -----------------
    Es ist mir aber bisher leider noch nicht gelungen, die Firmen-Tresore von Nobel zu knacken, um Zugang zu den Dokumenten zu bekommen.
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    Da braucht man keinen Tresor zu knacken - ein Blick auf die Website von Noble Energy Inc. genügt.

    Offensichtlich ist Ihnen nicht bekannt daß Energy Noble als börsennotiertes Unternehmen alle wesentlichen Faktoren die den Unternehmenswert beeinflußen könnten veröffentlichen muß.

    Und von Bohrungen in griechischen Fördergebieten ist auf der Website von Energy Noble nirgendwo die Rede.

    Wie Sie und Ihre österreichischen Sekundärquellen auf große, und wirtschaftlich abbaubare und relevante (!), griechische Erdgasvorkommen kommen ist mir nach wie vor unerfindlich.

    Eine Suche nach "greek" und "Greece" auf der Website von Noble Energy Inc. ergibt jedenfalls Null Treffer.

    Weshalb ich Ihre Ihren griechischen Gas-Spam auch weiterhin als Phantasiegebilde einordne.

    Jedenfalls solange Sie außer dubiosen "Verlautbarungen in Washington" einer dubiosen österreichischen Sekundärquelle nichts belastbares anzubieten haben.

  • @Rechner

    Ich spamme nicht, sondern ich informiere (nicht seit Monaten sondern mittlerweile seit 3 Jahren) darüber, was insbesondere das HB (die Systempresse) hartnäckig verschweigt.

    Und ich bringen Links zu entsprechenden Artikeln - das hier ist nicht der erste Link. Es ist einer der wenigen zu einem Artikel in einer Zeitung, der erste seit ca. 1 Jahr.

    Es wäre vielleicht mal eine gute Idee, diesen Links zu folgen und zu lesen, bevor man hier die Zitate daraus anpöbelt (peinlich!). Die Angaben des Artikels stammen offenbar aus einer Verlautbarung, die es in Washington gab.

    Wenn Sie hingegen glauben, ich würde jetzt selbst Testbohrungen dort unternehmen, um die Wirtschaftlichkeit zu prüfen, dann muß ich leider passen. Das macht die US-Firma Nobel Energy schon seit geraumer Zeit und die Israelis fördern schon in ihrem Teil, den sie als "Sonderwirtschaftszone" definiert haben. Es ist mir aber bisher leider noch nicht gelungen, die Firmen-Tresore von Nobel zu knacken, um Zugang zu den Dokumenten zu bekommen. Wir müssen uns daher leider auf "Verlautbarungen aus Washington" verlassen.

  • 'hafnersp' sagt
    ------------------
    Das ist ein Zitat aus dem Zeitungsartikel. Fragen Sie dort nach näheren Angaben.
    ------------------

    Mit anderen Worten: Sie haben selbst keine Ahnung, spammen aber seit Monaten den Laden mit substanzlosen Geschichten über griechisches Gas voll.

    Peinlich.

    ...

    Machen Sie sich die Behauptung in dem Artikel, es ginge um "viel Geld", zu eigen, oder bringen Sie demnächst alles was irgendwie mit Griechenland einen Bezug hat aus der sonstigen Presse?

    Selbst wenn sie dem Inhalt Ihrer Zitate gar nicht zustimmen?

  • "Diese Entwicklung werde nach seinen Worten „das Verfahren in die Wege leiten“ für eine Reduzierung der griechischen Schulden. Dies in „enger Kooperation mit unseren Partnern“, sagte Staikouras weiter."

    Heißt das, dass die "rasierten" Privaten die Hoffnung haben können, ihr Erspartes, ihre Altersversorgung wiederzusehen?

  • Das ist ein Zitat aus dem Zeitungsartikel. Fragen Sie dort nach näheren Angaben.

    Es ist nicht wichtig ob Sie das oder die anderen Artikel, die ich im Lauf von 3 Jahren eingestellt haben ernst nehmen. Die Medien und unsere Politiker sollten es - diese haben nämlich die Möglichkeiten das genau zu klären, sollten Sie Zweifel haben.

    Daß hier aber absolut nichts erfolgt ist äußerst vielsagend. Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg. Israel jedenfalls fördert bereits.


  • Millionen "EU Eddies" irren sich nicht. Vor allem aber nicht 11 MIO Griechen. Graeca fides , nulla fides.

    Jamas ihr "EU-Denkschildkröten".

    Zeit, dass "Eddies Töchter" bald unter einer effektiven "tschetschenischer Vertriebsfuchtel" kommen.

    Um das "Gutmenschparteideppengeschmarri" ohne tiefes Hintergrundwissen in die dazugehörige Trampa zu fahren.

  • @Rechner

    aha! Ich verstehe jetzt, warum das mit dem Primärüberschuß plötzlich so hochgespielt wird (übrigens auch beim Bundeshaushalt wird diese Zahl plötzlich in den Vordergrund gespielt). Man will uns (bzw. dem Bondmarkt im Fall Deutschlands, der Säule des Euros) damit kurz vor der Volkskammerwahl suggerieren, daß Griechenland auch nach der Wahl keinen Schuldenschnitt bräuchte, weil es seine Schulden tragen könnte (wenn man von all den Verschleierungen, wie dem Verschieben des Bezahlens von Rechnungen oder der Verbuchung der Rückerstattung von gezahlten Zinsen durch die "Bürgen" mal absieht).

    Überhaupt scheint heute im Handelsblatt gerade die Griechenland-Offensive zur Wahl zu laufen. Die Artikel mit angeblich positiven Griechenland-Nachrichten überschlagen sich (tun sie auch im wahrsten Sinnes des Wortes :o) ).

  • 'hafnersp' sagt
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    ... Dabei geht es um viel Geld: Allein die Gasvorkommen in griechischen Gewässern werden auf ein Volumen von 4,7 Billionen Kubikmeter geschätzt, wie jetzt in Washington bekannt wurde.
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    Ob es dabei um "viel Geld" geht, wissen wir erst wenn klar ist, wieviel dieser Vorkommen überhaupt wirtschaftlich ausgebeutet werden können.

    Und solange Sie, werter 'hafnersp', dazu keine näheren Angaben machen können, kann ich Ihr Dauergetöse zu dem Thema "griechisches Gas" nicht allzu ernst nehmen.

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