Atom-Abkommen mit dem Iran
Benjamin Netanjahu spricht von „historischem Fehler“

Nach 13 Jahren diplomatischem Ringen haben die Uno-Vetomächte, Deutschland und der Iran eine Einigung im Atomstreit erzielt. Israel ist entsetzt. Und es ist nicht das einzige Land in der Region, das Kritik äußert.
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Wien/Tel Aviv/TeheranDer Atomstreit mit dem Iran ist nach 13-jährigem diplomatischen Ringen beigelegt. Die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran erzielten in zuletzt mehr als zweiwöchigen Marathonverhandlungen in Wien eine historische Einigung zur deutlichen Verringerung der Atomkapazitäten der Islamischen Republik.

Das bestätigten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif am Dienstag. Das Abkommen sei offiziell besiegelt, teilte das Auswärtige Amt mit.

US-Präsident Barack Obama, der Friedensnobelpreisträger von 2009, hatte sich persönlich vehement für eine Einigung im Atomstreit eingesetzt. Mogherini sprach von einem Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt. Sarif sagte: „Wir starten ein neues Kapitel der Hoffnung.“ Der US-Kongress, in dem viele Abgeordnete eine Kooperation mit dem Iran ablehnen, muss aber noch zustimmen.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu geißelte die Einigung gar als „historischen Fehler“ und warnte: „Wir haben uns verpflichtet, einen atomar bewaffneten Iran zu verhindern. Dazu stehen wir“.

Ganz anders erste Reaktionen der Hardliner in Teheran: „Das Atomteam hat in einer einzigartigen Art und Weise und mit viel diplomatischem Geschick die Interessen des Landes erfolgreich verteidigt“, meldete sich die konservative Partei Isargaran (Selbstlose) zu Wort.

Das Abkommen soll den Bau einer iranischen Atombombe verhindern. Im Gegenzug werden die Wirtschaftssanktionen des Westens schrittweise aufgehoben. Die Übereinkunft ist in Zeiten vieler Konflikte einer der wenigen überragenden diplomatische Erfolge. Sie markiert auch ein Ende der Eiszeit in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran.

Seit dem Sturz des Schahs 1979 und der Geiselhaft von 52 US-Diplomaten standen sich beide Länder in bitterer Feindschaft gegenüber. Zugleich dürfte der Iran auch seine außenpolitische Isolation überwinden und als Regionalmacht gestärkt werden.

Nun steigen nach Überzeugung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Chancen, auch andere Krisen wie etwa in Syrien zu lösen. Während der Westen und Russland wegen des Ukraine-Konflikts politisch zerstritten sind, haben sie im Fall des Iran-Abkommens eng kooperiert. Zur Überziehung der ursprünglich schon für den 30. Juni angepeilten Einigungsfrist sagte Steinmeier: „Ich hatte gesagt, dass der 30. Juni ein langer Tag werden würde, aber dass er 348 Stunden haben würde, damit habe ich nicht gerechnet.“   

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  • Der einzige "historische Fehler" der Weltgemeinschaft war es diesem Schlächtervolk einen eigenen Staat zu gewähren !!!

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