Atom-Drohung
Uno verschärft die Sanktionen gegen Nordkorea

Trotz der Drohgebärden aus Nordkorea hat der Uno-Sicherheitsrat seine Sanktionen gegen das asiatische Land verschärft. Zuvor hatte die Führung in Pjöngjang vor einem „präventiven Atomangriff“ auf die USA gewarnt.
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New York/PjöngjangDie USA haben die Atombomben-Drohungen Nordkoreas zurückgewiesen und den Kurs des kommunistischen Landes kritisiert. Die Führung in Pjöngjang treibe sich damit nur noch weiter in die internationale Isolation, erklärte ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama am Donnerstag.

„Die Vereinigten Staaten sind voll und ganz in der Lage, sich gegen nordkoreanische Raketendrohungen zu verteidigen“, sagten wortgleich die Sprecher von Weißem Haus und Außenministerium. Ohnehin seien die Drohungen nicht neu, das Land habe bereits häufiger bewiesen, dass ihm nicht an einer Verbesserung der internationalen Beziehungen gelegen sei, sagte Außenministeriums-Sprecherin Victoria Nuland.

Als Antwort auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas verhängten unterdessen die Vereinten Nationen scharfe Sanktionen gegen das kommunistische Regime. Der Uno-Sicherheitsrat beschloss am Donnerstag einstimmig, die schon bestehende Strafmaßnahmen durch Reiseverbote und Kontensperrungen zu verstärken.

Zuvor hatte Nordkorea am Donnerstagmorgen den USA mit einem Atomschlag gedroht. Ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang erklärte, Nordkorea könne von seinem Recht eines Präventivschlags gegen „das Hauptquartier des Aggressors“ Gebrauch machen. „Solange die USA einen Atomkrieg anstreben, haben unsere revolutionären Streitkräfte das Recht auf einen präventiven Atomschlag.“

Südkorea hat inzwischen die Alarmbereitschaft seiner Streitkräfte erhöht. Das Militär sei „vollständig“ auf mögliche Provokationen vorbereitet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Donnerstag in Seoul. Nach Einschätzung des Ministeriums bereitet Nordkorea derzeit ein „massives“ Militärmanöver vor.

Mit der Ankündigung hatte das Regime in Pjöngjang, das am 12. Februar erfolgreich einen unterirdischen Atomwaffentest unternommen hat, auf die Sitzung des Uno-Sicherheitsrats Anfang der Woche reagiert. Dort hatten sich die USA und China auf neue Sanktionen gegen Nordkorea verständigt – und diese nun einstimmig durchgebracht.

US-Botschafterin Rice hatte nach einer Sitzung des Sicherheitsrats gesagt, dass die Resolution die Sanktionen gegen Nordkorea „auf die nächste Ebene“ heben werde. Erstmals würden die „illegalen Aktivitäten“ der Diplomaten Pjöngjangs, die Bankbeziehungen Nordkoreas sowie der „gesetzwidrige Transfer von Bargeld“ ins Visier genommen.

„Wir müssen die Möglichkeiten Pjöngjangs zur Aufrüstung unterbinden“, sagte Rice. Die Sanktionen würden Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm empfindlich treffen. „Und sie beinhalten unsere Bereitschaft, sie weiter zu verstärken, wenn es zu einem neuen Raketenstart oder Atomtest kommt. Die internationale Gemeinschaft ist einig und sehr entschlossen. Wenn Pjöngjang dagegen vorgeht, wird es sich nur noch weiter isolieren.“


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  • Dem Rotzjungen einfach die Streichhoelzer wegnehmen ehe er was anzuended.

  • Das Schicksal von Millionen von Mitmenschen auf's Spiel zu setzen, nur weil die Führung Nordkoreas sich in ihrer Ehre und Freiheit verletzt fühlt, ist unakzeptabel und muss unterbunden werden, keine Frage.

    Man sollte mit den Führungskräften Nordkoreas darüber verhandeln, dass Sanktionen im Tausch zur Abrüstung fallen gelassen werden, was allerdings auch streng kontrolliert werden muss. Diese immer weiter wachsende Anzahl an Forderungen provozieren mehr, als dass sie wirklich einen Angriff verhindern.

    Ich hoffe nur, dass die Sanktionen so eng gebunden sind, dass die Aufrüstung der Nordkoreaner so beschränkt wird, dass die Vorbereitungen eines Anschlags deutlich erschwert werden, bevor die Situation eskaliert.

  • HAB EIN RECHT DRAUF das GESEHEN WIRD DAS ZENSIERT WURDE . EINFACH LÖSCHEN IST NICHT ERLAUBTER BERUG .

    Frank Frädrich

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