Atom-Streit
Clinton pocht auf Antworten vom Iran

US-Außenministerin Hillary Clinton fordert den Iran auf, sich rasch zu den neuen Vorwürfen zum Thema Atombombenforschung zu äußern. Die Iraner beklagen hingegen eine „vergiftete Atmosphäre“, die einen Dialog behindere.
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BerlinUS-Außenministerin Hillary Clinton fordert vom Iran eine rasche Stellungnahme zu den Vorwürfen, das Land forsche an einer Atombombe. Der Iran indes beklagt die „vergiftete Atmosphäre“ bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, die diese Vorwürfe erhebt. Die IAEA hatte am Freitag Satellitenbilder, Briefe und Diagramme präsentiert, die nach Einschätzung der Behörde darauf hinweisen, dass der Iran an der Entwicklung einer Atombombe arbeitet.

Dieser Bericht der Atomwächter über das iranische Atomprogramm verringere aus Sicht Teherans die Aussichten auf einen Dialog. „Unglücklicherweise ist jetzt alles gefährdet und die Atmosphäre vergiftet“, sagte Irans IAEA-Botschafter Ali-Asgar Soltanieh am Freitagabend vor Journalisten.

US-Außenministerin Clinton erwartet indes, dass sich der Iran in den kommenden Tagen zu den Berichten äußere. Der IAEA-Gouverneursrat tritt am kommenden Donnerstag (17. November) routinemäßig zu einer zweitägigen Sitzung zusammen.

Israel betrachtet das iranische Atomprogramm als existenzielle Bedrohung. Angesichts der Spekulationen um einen möglichen israelischen Luftschlag gegen iranische Atomanlagen wollen die USA und Deutschland mit Sanktionen den diplomatischen Spielraum ausreizen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vermied es in einem Interview zuletzt allerdings, einer internationalen Militärintervention gegen den Iran eine klare Absage zu erteilen.

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  • Israel muss endlich fallen - und gut ist. Die US-Amerikaner werden alles machen müssen was Isreal wünscht, sonst wird der Geldhahn abgedreht. Ganz simpel. Die ganze US-Administration ist ein Lakei Israels. Nichts weiter als eine "Handpuppe" des internationalen Judentums und Zionismus. Ein willfähriges Werkzeug und sie haben keine Wahl !

  • Vielleicht hat sich eine Antwort ja bald erübrigt !!!

    Umfrage: Netanjahu in USA beliebter als Obama
    Freitag, 11. November 2011 | Tommy Mueller
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    Eine neue Umfrage in den USA hat ergeben, dass Israels Ministerpräsident Netanjahu bei den Amerikanern beliebter ist als ihr eigener Präsident Obama. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag im israelischen Fernsehen vorgestellt. Rund 800 US-Bürger waren zur Situation im Nahen Osten befragt worden. Überraschend: Netanjahu erhielt einen Beliebtheitswert von 52,3 und lag damit vor Obama (51,5). Palästinenserpräsident Abbas kam auf 26,8 Punkte, die islamistische Hamas auf 19,5. Rund 60 Prozent der Befragten waren der Ansicht, dass sich Netanjahu ernsthaft um eine Friedenslösung mit den Palästinensern bemühe. Eine Mehrheit von 52 Prozent glaubte dagegen nicht, dass Abbas durch Verhandlungen einen Frieden mit Israel anstrebt. Die Umfrage ergab zudem, dass Israels Beliebtheit in den USA auf den höchsten Wert seit 2007 gestiegen ist. Das Bemühen der Palästinenser, von den Vereinten Nationen einseitig als Staat legitimiert zu werden, kam in den USA offenbar überwiegend negativ an. 60 Prozent der befragten Amerikaner verbanden positive Gefühle mit Israel, nur 15 Prozent äußerten sich kühl über den jüdischen Staat.

  • sorry, aber der Iran wurde des öfteren von den Inspektoren kontrolliert(auch auf freiwilliger Basis)...ohne Ergebnis.Irgendwann hat jeder eigenständige Staat mal die Nase voll.(Israel wurde nicht kontrolliert). Aber die haben definitiv die A-BOMBE
    Der Irak wurde auch beim Krieg gegen Iran von jüdischer und amerikanischer Seite waffentechnisch und logistisch unterstützt.
    dann wurde ihnen aber auch Sadam Hussein unsympathisch...so schnell kanns gehen ;)
    ES GEHT WIE IMMER NUR UM INTERESSEN VON EINIGEN WENIGEN!

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