Atomabkommen Gespräche mit Iran werden verlängert

In den Verhandlungen über ein Atomabkommen mit dem Iran gibt es in besonders schwierigen Punkten noch Differenzen. Über den Zugang zu iranischen Militäranlagen wird noch heftig diskutiert.
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Der Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (rechts) kehrt kurz nach Teheran zurück. Quelle: ap
U.S. Secretary of Energy Moniz, U.S. Secretary of State Kerry and U.S. Under Secretary for Political Affairs Sherman meet with Iranian FM Zarif in Vienna, Austria

Der Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (rechts) kehrt kurz nach Teheran zurück.

(Foto: ap)

TeheranDie Atomgespräche in Wien werden nach Angaben des Sprechers der iranischen Delegation über die Frist des 30. Juni hinaus verlängert. „Da noch viel Arbeit zu tun bleibt, werden die Delegationen über den 1. Juli hinaus in Wien bleiben, um die Verhandlungen fortzusetzen, um ein gutes globales Ergebnis zu erreichen“, sagte der Sprecher am Sonntag. Kurz zuvor hatten iranische Medien unter Berufung auf die iranische Delegation berichtet, Außenminister Mohammed Dschawad Sarif werde die Verhandlungen verlassen, um für einen Tag nach Teheran zurückzukehren.

Die Reise sei bereits im Vorfeld geplant gewesen, hieß es. Sarif und sein US-Kollege John Kerry hätten ihren Teams die nötigen Anweisungen gegeben, wie weiter zu verfahren sei. Sarif und Kerry hatten am Samstag mit einem Treffen die Endrunde in dem jahrelangen Atomstreit eingeläutet. Der Iran und die Gruppe der fünf Uno-Vetomächte und Deutschland wollen bis Ende Juni ein vollständiges Abkommen zur Beilegung des jahrelangen Streits ausarbeiten.

Auch Frankreichs Außenminister Laurent Fabius traf am Samstag in Wien ein, am Sonntag kamen zudem die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und sein britischer Kollege Philipp Hammond hinzu. Auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) wurde in Wien erwartet.

Die Verhandlungen über das Atomabkommen sind schon weit fortgeschritten, doch bleiben in einigen besonders schwierigen Punkten noch Differenzen, weshalb eine Verlängerung zuletzt nicht mehr ausgeschlossen wurde.

Für Diskussionen sorgt insbesondere die Forderungen der 5+1-Gruppe, dass die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auch Zugang zu iranischen Militäranlagen erhalten, um sicherzustellen, dass dort nicht insgeheim neue Atomanlagen aufgebaut werden. Zudem sorgt der Zeitplan für die Aufhebung der Sanktionen für Streit. Teheran will die schmerzhaften Finanz- und Handelssanktionen sofort bei Unterzeichnung des Abkommens aufgehoben sehen. Die 5+1-Gruppe will dies aber erst tun, wenn der Iran seine wichtigsten Verpflichtungen erfüllt hat.

  • afp
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