Atomabkommen
Iran zieht zum zweiten Jahrestag positive Bilanz

Seit zwei Jahren hält das Wiener Atomabkommen mit dem Iran bereits, dessen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif zieht eine positive Bilanz. Sorge macht die Haltung von Donald Trump – Sarif sieht Gesprächsbedarf.
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TeheranZum zweiten Jahrestag des Wiener Atomabkommens hat Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif eine positive Bilanz gezogen. „Das Abkommen war das Beste, was alle Verhandlungsseiten erzielen konnten“, sagte Sarif am Freitag der Nachrichtenagentur IRNA in New York, wo er an einem UN-Treffen teilnehmen wird. Sowohl der Iran als auch die fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland (5+1) haben laut Sarif mit dem Abkommen ihre Ziele erreicht. Nun hoffe er, dass alle Seiten sich weiterhin an die Abmachungen halten werden.

Kritik gab es erneut an US-Präsident Donald Trump, der die Einigung mehrmals als schlecht bezeichnet hatte. Sarif äußerte jedoch die Hoffnung, dass Trump seine ablehnende Haltung zum Abkommen revidieren werde. „Das Atomabkommen muss überleben“, sagte er.

Nach Angaben des Vizeaußenministers Abbas Araghchi wäre Sarif bereit, während seiner US-Reise zu einem UN-Treffen in New York mit den Amerikanern über das Atomabkommen zu sprechen. Nächsten Freitag werden Araghchi und sein Atomteam in Wien an einem Routinetreffen der 5+1-Gruppe auf Vizeaußenministerebene teilnehmen.

Mit dem Wiener Abkommen von 2015 sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Der Iran unterwirft demnach unter anderem seine Urananreicherung bis zu 25 Jahre lang einem mehrstufigen System von Beschränkungen und Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Im Gegenzug sollte der Westen Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben. Die USA halten jedoch mehrere Sanktionen aufrecht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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