Atomenergie-Kontrolleur el Baradei
Libyen ist noch weit von Atomwaffen entfernt

Das Atomwaffenprogramm Libyens steckt noch in den Kinderschuhen. Davon ist der Atomenergie-Kontrolleur el Baradei überzeugt, nachdem er vier Atomanlagen in dem Land besichtigt hat.

HB WIEN/TRIPOLIS. Dabei habe sich sein Eindruck bestätigt, dass sich das Atomwaffenprogramm in einem sehr frühen Stadium befindet, sagte Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO)- Chef Mohammed el Baradei am Montag im Anschluss an die Besuche. „Libyen war noch Jahre davon entfernt, Atomwaffen bauen zu können.“ Das Land habe außerdem volle Zusammenarbeit mit den IAEO-Inspektoren zugesichert.

Es sei ihm zugesichert worden, dass die Kontrolleure alle Anlagen praktisch uneingeschränkt besichtigen könnten, berichtete el Baradei, der am Montag in Tripolis mit Ministerpräsident Schokri Ghanem zusammentraf. Seinen Mitarbeitern würden Rechte eingeräumt, als hätte die Führung in Tripolis das Zusatzabkommen zum Atomwaffensperrvertrag schon unterzeichnet.

Libyen hatte sich nach Geheimverhandlungen mit den USA und Großbritannien kurz vor Weihnachten überraschend bereit erklärt, auf seine Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen zu verzichten und sich internationalen Inspektionen zu öffnen. In diesem Sinne soll auch das Zusatzabkommen unterzeichnet werden, das den IAEO-Inspektoren weit gehende Kontrollrechte bis hin zu unangemeldeten Überprüfungen einräumt.

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