Atomgespräche
Nordkorea lässt Chinas Chefunterhändler abblitzen

Chinas Chefunterhändler hat im Tauziehen um ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms Pjöngjang nicht zur Rückkehr an den Verhandlungstisch bewegen können. Schuld sind laut Nordkorea erneut die USA.

HB PEKING. Pjöngjang begründete seine Entscheidung mit der angeblich unverändert feindlichen Politik der USA. „Die Haltung der Amerikaner hat sich nicht geändert“, sagte die Quelle und verwies ausdrücklich auf die Ernennung eines amerikanischen Menschenrechtsbeauftragten für Nordkorea am Freitag und die Militärmanöver zwischen Südkorea und den USA diesen Monat. „Damit wird es nur komplizierter.“

Außenminister Paek Nam Sun hatte am Wochenende bei einem Treffen mit dem thailändischen Außenminister Kantahi Suphamongkhon in Pjöngjang bereits gesagt, wegen eines „Mangels an Vertrauen“ sei es unwahrscheinlich, dass die Gespräche wie vereinbart diese Woche wieder aufgenommen werden.

Am Ende der letzten Runde hatten Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland Anfang August eine Unterbrechung eigentlich nur bis zu dieser Woche vereinbart, um die Gespräche in Peking fortzusetzen. Der chinesische Unterhändler spielte das Scheitern seiner Vermittlungsmission herunter: „Der Termin für eine Wiederaufnahme der Gespräche ist nicht wichtig“, zitierte ihn die amtliche chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, obwohl Wu Dawei vor seinem Besuch noch diesen Freitag als denkbar genannt hatte.

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