Atomkonflikt
Deutschland würde Sanktionen gegen Iran unterstützen

Sollte sich Iran im Atomstreit dem Ultimatum der UN widersetzen, würde Deutschland auch Sanktionen gegen Teheran unterstützen, heißt es aus Regierungskreisen. Bei einem Wirtschaftsembargo könnten für deutsche Firmen der wichtigste Markt im Mittleren und Nahen Osten wegbrechen.

HB BERLIN. Deutschland wäre auf einen solchen Schritt ultimativ vorbereitet, sagte ein Regierungsvertreter, der namentlich nicht genant werden wollte. Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland hatten den Iran am Donnerstag mit Nachdruck aufgerufen, die UN-Forderung nach einem Stopp des Atomprogramms zu erfüllen. Der britische Außenminister Jack Straw hatte Sanktionen für den Fall nicht ausgeschlossen, dass der Iran sich der Forderung verweigert.

Für die deutsche Wirtschaft ist der Iran ein wichtiger Markt. 2004 lieferte Deutschland in das Öl produzierende Land Waren für über 3,5 Milliarden Euro. Der Außenhandelsverband BGA hatte bereits erklärt, bei einem Wirtschaftsembargo würde für deutsche Firmen der wichtigste Markt im Mittleren und Nahen Osten wegbrechen.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed El Baradei, hatte indes Sanktionen gegen den Iran abgelehnt. Der UN-Sicherheitsrat verlangt in einer Erklärung von der Islamischen Republik, ihr Programm zur Uran-Anreicherung zu stoppen. Diese Technik kann auch zum Bau von Atombomben verwendet werden. Der Iran steht im Verdacht, diese Absicht zu verfolgen. Die Führung in Teheran hat die Vorwürfe stets zurück gewiesen.

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