Atomkonflikt
Iran und Sechser-Gruppe setzen Gespräche fort

Während der Iran die Fortsetzung der Atom-Verhandlungen verkündet, wollen die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland weiterhin zweigleisig vorgehen: Neben dem Gesprächsangebot an den Iran berät die Sechser-Gruppe auch über neue Sanktionen.

HB TEHERAN/BRÜSSEL. Der Iran hat sich nach eigener Darstellung im Atomkonflikt mit EU-Chefunterhändler Javier Solana auf eine Fortsetzung der Gespräche verständigt. Solana und der iranische Chefunterhändler Said Dschalili seien sich in einem Telefonat am Montag einig gewesen, die Verhandlungen „in konstruktiver Atmosphäre“ fortzuführen, berichtete das Staatsfernsehen.

Ein Mitarbeiter Solanas betonte indessen, die sogenannte Sechser-Gruppe um die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland werde an ihrem zweigleisigen Vorgehen festhalten: „Einerseits Druck für Sanktionen im Uno-Sicherheitsrat, aber auch das Dialogangebot an die Iraner, an den Verhandlungstisch zu kommen und über das vorgeschlagene Anreizpaket zu diskutieren.“

Die Sechser-Gruppe berät derzeit über eine weitere Sanktionsrunde des Sicherheitsrats. Angesichts der Skepsis Russlands erwägen die USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien einem britischen Diplomaten zufolge auch eigene Sanktionen, die über die Uno-Strafmaßnahmen hinausgehen würden. Der Iran hatte sich am Wochenende unbeeindruckt von den Überlegungen gezeigt.

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