Atomkraft-Sicherheit
Slowenen kritisieren Formularflut

Zu viele Formulare: Nach der Verwirrung um den Reaktorunfall im slowenischen Krsko hat die Atomaufsicht des Landes das europaweite Meldeverfahren kritisiert.

HB HAMBURG. Der Leiter der slowenischen Atomaufsichtsbehörde, Andrej Stritar, sagte dem Nachrichtenmagazin "Spiegel": "Wir sollten nicht genötigt sein, bei einem Störfall gleich zwei Berichtsformulare auszufüllen." Dem Bericht zufolge sind in der EU bei Zwischenfällen in einem Atomkraftwerk zwei verschiedene umfangreiche Formulare vorgeschrieben. Das eine mit 174 Eingabefeldern zur Beschreibung des Unfalls geht an das "Ecurie"-Computernetz der EU. Das zweite ist für die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien bestimmt. Es hat 78 Felder. Die EU plane bereits eine Vereinfachung des Verfahrens.

Der slowenischen Behördenchef Stritar fordert außerdem eine sorgfältigere Informationspolitik: Vor einer Veröffentlichung müsse geklärt werden, ob es sich um einen ernsten Störfall oder nur um ein kleines Problem handele. "Sonst nimmt, wenn wirklich mal was passiert, den Alarm niemand mehr ernst." Am vergangenen Mittwoch hatte die Information über ein Leck im Kühlkreislauf des slowenischen Reaktors zunächst europaweit Befürchtungen ausgelöst. Später hieß es jedoch, es sei keine Radioaktivität ausgetreten.

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