Atomkraftwerk Paks: EU blockiert Akw-Vertrag in Ungarn

Atomkraftwerk Paks
EU blockiert Akw-Vertrag in Ungarn

Die EU-Kommission hat ein Abkommen verhindert, was den Ausbau des einzigen ungarischen Atomkraftwerks zum Ziel hatte. Damit blockiert die EU Ungarns Pläne, „ausschließlich aus Russland Atomenergie zu importieren.“
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LondonDie EU-Kommission blockiert einem Medienbericht zufolge ein Abkommen zwischen Budapest und Moskau über den Ausbau des einzigen ungarischen Atomkraftwerks. Wie die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf drei Quellen aus Verhandlungskreisen berichtete, folgt die EU-Kommission damit der Stellungnahme der Europäischen Atomenergiebehörde Euratom. Diese habe sich gegen das Vorhaben Ungarns gestellt, „ausschließlich aus Russland Atomenergie zu importieren“.

Bei einem Treffen vergangene Woche in Brüssel hätten sich die EU-Kommissare gegen den Ausbau des ungarischen Akw Paks gestellt, berichtete die „Financial Times“. Budapest wies den Bericht umgehend zurück. Staatssekretär Andras Giro Szasz dementiere die Informationen der Zeitung „entschieden“, hieß es in einer Erklärung, die von der Nachrichtenagentur MTI veröffentlicht wurde. „Es ist nicht richtig, dass die EU den Bau von Paks II blockiert hat“, hieß es darin. Demnach forderte Szasz von der „FT“, eine Richtigstellung zu veröffentlichen.

Russland und Ungarn hatten im Januar ein Abkommen geschlossen, wonach Moskau Budapest bis zu zehn Milliarden Euro leiht und damit rund 80 Prozent der Baukosten für die Erweiterung von Paks finanziert. Das Bauvorhaben mit einem geplanten Umfang von insgesamt 12,5 Milliarden Euro soll 2018 beginnen. Der erste der beiden Reaktoren mit je 1200 Megawatt Kapazität soll 2023 in Betrieb gehen.

Anfang März hatte das ungarische Parlament beschlossen, dass das Atomabkommen zwischen 15 bis 30 Jahre nicht veröffentlicht werden darf. Die Opposition kritisierte, die Vergabe des Bauauftrags an das russische Staatsunternehmen Rosatom ohne öffentliche Ausschreibung sowie seine Finanzierung sei undurchsichtig.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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    Mal schauen, wie lange Ungarn noch Mitglied in der EUtopia ist !

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