International

_

Atomkraftwerke: Russland baut Indien Reaktorblöcke

Am Rande eines Staatsbesuches von Kremlchef Wladimir Putin haben Russland und Indien einen Vertrag über den Bau zwei Reaktorblöcke geschlossen. Dagegen regt sich allerdings Widerstand in der indischen Bevölkerung.

Russland und Indien bauen gemeinsam Atomkraftwerke. Quelle: Reuters
Russland und Indien bauen gemeinsam Atomkraftwerke. Quelle: Reuters

Neu Delhi/MoskauRussland baut im südindischen Atomkraftwerk Kudankulam zwei weitere Reaktorblöcke. Beide Seiten hätten eine Kreditvereinbarung unterzeichnet, sagte der Vorsitzende des russischen Staatskonzerns Rosatom, Sergej Kirijenko, bei einem Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Indien am Montag laut Agentur Itar-Tass.

Anzeige

Einzelheiten nannte Kirijenko nicht. Russland hat in Kudankulam im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu bereits zwei Reaktorblöcke gebaut, die 2013 ans Netz gehen sollen. Allerdings gibt es immer wieder schwere Proteste in der Bevölkerung gegen das Atomkraftwerk.

Der russische Botschafter in Indien kündigte zudem „Abschlüsse wichtiger Rüstungsgeschäfte“ an. Aus Regierungskreisen in Neu Delhi war zuvor verlautet, Indien werde 42 Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-30 und mehr als 50 Helikopter Mi-17W-5 für etwa 8 Milliarden US-Dollar (rund 6 Milliarden Euro) kaufen.

 

  • 24.12.2012, 14:07 UhrHarlemjump


    geil!

    gibt es eigentlich schon einen Stromanbieter, der russischen Atomstrom anbietet, denn dann würde ich gern dorthin wechseln. Ist garantiert deutlich billiger als unser "Ökostrom" und die Erhöhungen die uns in Kürze daraus noch erwachsen!

  • 24.12.2012, 11:43 Uhrmargrit117888

    Mir wäre was ganz anderes dringlicher.
    Es wird Zeit, dass die westliche Welt die vielen Entwicklungshilfen für diese Länder endlich auf den Prüfstand stellt

  • Die aktuellen Top-Themen
Krise in der Ukraine: „Putin hat einen Napoleon-Komplex“– „Stimmt nicht!“

„Putin hat einen Napoleon-Komplex“– „Stimmt nicht!“

Russische Truppen sollen die Grenze der Ukraine verletzt haben. In der Handelsblatt Redaktion streiten Irina aus Kiew und Pavel aus Sankt Petersburg über Kriegstreiberei, den Sinn von Sanktionen und Putins Machtkomplex.

Forderung der Grünen: Bundesdatenschützerin soll Firmen bestrafen dürfen

Bundesdatenschützerin soll Firmen bestrafen dürfen

Die Bundesdatenschützerin Voßhoff kann künftig unabhängig vom Innenministerium agieren. Ein entsprechender Kabinettsbeschluss stößt aber auf Kritik. Die Grünen fordern mehr Befugnisse für den Spitzenposten.

Lobby-Verein: Christian Wulff ab Freitag wieder Präsident

Christian Wulff ab Freitag wieder Präsident

Neues Amt für Christian Wulff: Der Ex-Bundespräsident will Präsident des Euro-Mediterran-Arabischen Ländervereins (EMA) werden. Mit der Stelle könnte er Geld zusätzlich zum Ehrensold verdienen.

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International