Atomkraftwerke
Spanien prüft längere Laufzeiten

Spaniens Regierung erwägt eine Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke des Landes. Das Kabinett beriet am Mittwoch über eine Sondergenehmigung, damit die Meiler länger als die zunächst vorgesehenen 40 Jahre lang betrieben werden können.
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HB MADRID. Allerdings dürften keine Einwände der Atomaufsicht dagegen sprechen, heißt es in einer Erklärung des Industrieministeriums zu dem Gesetzesentwurf. Die Madrider Regierung hatte sich zuvor bereits zu einer Laufzeitverlängerung bis 2013 für das Atomkraftwerk Garona bereiterklärt, das dann 42 Jahre lang im Betrieb sein wird. Die übrigen sieben Meiler erreichen zwischen 2021 und 2028 das Alter von 40 Jahren.

Die Atomkraftwerke produzieren rund ein Fünftel der Energie in Spanien, das die eigene Abhängigkeit von Kraftstoffimporten sowie den Ausstoß klimaschädigender Gase drosseln will. Das Land ist mittlerweile zum weltweit zweitgrößten Produzenten von Solar- und zum drittgrößten Hersteller von Windenergie geworden. Die sozialistische Regierung hatte zwar jüngst schon eine Laufzeitverlängerung in Aussicht gestellt, will aber keine neuen Meiler bauen lassen. Auch in Deutschland wird über eine Verlängerung der AKW-Laufzeiten diskutiert.

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