Atomprogramm
Iran bereit länger zu verhandeln

Seit Jahren streiten die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland mit dem Iran über dessen Atomprogramm. Ein Ende war für den 30. Juni geplant. Nun zeigt sich der Iran bereit, die Frist notfalls zu verlängern.
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TeheranDer Iran erklärt sich bereit, die Verhandlungen über sein Atomprogramm über den 30. Juni hinaus zu verlängern. „Für uns ist der Inhalt des Abkommens wichtiger als die Einhaltung der Frist“, sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham am Mittwoch.

Noch gebe es viele Lücken in dem Entwurf des Abkommens, die noch gefüllt werden müssen. Die iranischen Unterhändler versuchten dies in intensiven Verhandlungen bis Ende nächsten Monats zu schaffen. Falls es nicht gelänge, wäre eine Verlängerung der Verhandlungen nicht auszuschließen, sagte die Sprecherin auf einer Pressekonferenz.

Der Iran und die fünf Uno-Vetomächte sowie Deutschland (5+1) werden am Mittwoch in Wien die Arbeit an dem Entwurf des Abkommens auf Vizeaußenministerebene fortsetzen. Die 5+1 will dem Iran zwar ein ziviles Atomprogramm erlauben, aber jeden Weg zu Atomwaffen versperren. Teheran pocht im Gegenzug auf eine rasche Aufhebung insbesondere der für das Land lähmenden Wirtschaftssanktionen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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