Atomprogramm
Iran lässt neue Inspekteure ins Land

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) nimmt ihre Inspektionen im Iran wieder auf. Die neuen Kontrolleure sollen vor allem einen noch im Bau befindlichen Schwerwasserreaktor überprüfen.

HB WIEN. Anfang kommender Woche würden Experten zur Baustelle eines iranischen Schwerwasserreaktors bei Arak geschickt, teilte der stellvertretende IAEA-Generaldirektor Olli Heinonen am Dienstag in Wien mit. Er hatte zuvor mit einer iranischen Delegation unter Leitung des stellvertretenden Atomunterhändlers Dschawad Waidi Gespräche geführt.

Die Regierung in Teheran hatte sich vor zwei Wochen bereit erklärt, Fragen zu ihren atomaren Versuchen zu beantworten und Inspekteuren der IAEA die Begutachtung des Reaktors Arak zu erlauben. Dieser soll nach iranischen Angaben Forschungszwecken dienen, insbesondere im medizinischen Bereich. Der Westen befürchtet indessen, dass Teheran das dabei gewonnene Plutonium zum Bau von Kernwaffen verwenden will. Dies hat der Iran auch mit Bezug auf sein gesamtes Atomprogramm stets zurückgewiesen.

Bislang hat die iranische Regierung IAEA-Inspekteuren den Zugang zu seinen Nuklearanlagen verweigert. Auch hat sie die Anreicherung von Uran fortgesetzt, obwohl der Weltsicherheitsrat das Land zur umgehend Einstellung dieses Programms aufgefordert hat. Ende vergangenen Jahres verhängte das UN-Gremium Sanktionen gegen Teheran.

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