Atomprogramm
Russland wartet auf Antwort aus Iran

Russland wartet auf eine Antwort Teherans zu seinen Vorschlägen für eine Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm.

dpa MOSKAU/TEHERAN. „Wir haben der iranischen Seite am Samstag tatsächlich eine Note übergeben. Jetzt warten wir auf die Antwort“, sagte der Diplomat Wjatscheslaw Moschkalo von der russischen Botschaft in Teheran am Montag der Agentur Interfax. Russland hatte Iran vorgeschlagen, die umstrittene Uran-Anreicherung gemeinsam auf russischem Boden vorzunehmen. Damit soll eine unkontrollierte Herstellung von waffenfähigem Plutonium in Iran verhindert werden.

Bis zum Montag gab es dazu keine offizielle Antwort aus Teheran. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid-Resa Assefi, hatte am Sonntag gesagt, aus Moskau seien bisher keine Vorschläge zu der Problematik eingegangen. „Es ist schwer zu sagen, wie Herr Assefi das gemeint hat“, sagte Moschkalo. „Vielleicht warten sie auf einen genauen Umsetzungsplan.“ Schließlich teile sich jeder Vorschlag in mehrere Etappen auf.

In Moskau sprach Vize-Außenminister Alexander Alexejew am Montag mit dem iranischen Botschafter Gholamresa Ansari über „Fragen der Entwicklung der russisch-iranischen Beziehungen“, wie das Außenministerium offiziell mitteilte.

Teheran beteuert, die Anreicherung diene nur der Produktion von Kernbrennstoffen zur zivilen Nutzung. Regierungssprecher Gholam- Hussein Elham sagte am Montag, Iran wolle, dass die Anreicherung im Inland erfolge. Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki sagte nach Angaben des Nachrichtensenders Chabar in der afghanischen Hauptstadt Kabul, Iran brauche für seine atomaren Aktivitäten keine Erlaubnis.

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