Atomstreit-Angebot an Iran
Ahmadinedschad zeigt sich interessiert

Auf diese Antwort hatte die internationale Staatengemeinschaft lange warten müssen: Nach langem Schweigen hat sich Irans Präsident Ahmadinedschad erstmals zum jüngsten Angebot der UN-Vetomächte und Deutschlands im Atomstreit geäußert. Die Reaktion ist überraschend positiv.

HB SCHANGHAI. Mahmud Ahmadinedschad begrüßte das internationale Kompromissangebot zur Beilegung des Atomstreits als Schritt nach vorne. „Wir betrachten dieses angebot als Schritt nach vorne und ich habe meine Kollegen angewiesen, es sorgfältig zu prüfen“, sagte Ahmadinedschad in Schanghai nach einem Treffen mit dem chinesischen Staatspräsidenten Hu Jintao.

Es war die bisher ranghöchste Reaktion des Irans auf das von den fünf ständigen s Sicherheitsratsmitgliedern Frankreich, Großbritannien, China, Russland und USA sowie Deutschland vorgelegten Angebot. Sie wollen den Iran mit einer Kombination aus Anreizen und Drohungen zu einem Stopp der Anreicherung von Uran bewegen.

Nach Angaben des Weißen Hauses enthält das Angebot vor allem Anreize und nicht Drohungen für den Fall der Nichtbefolgung. "Das Augenmerk liegt zum jetzigen Zeitpunkt natürlich darin zu versuchen, der iranischen Regierung einen positiven Weg aufzuzeigen", sagte Stephen Hadley, der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident George W. Bush in Washington. Es sei jedoch "klar", dass es auch einen "anderen Weg" gebe, der für die Führung in Teheran "Konsequenzen" haben werde.

Die internationale Gemeinschaft vermutet, dass die Islamische Republik unter dem Deckmantel einer zivilen Nutzung ihres Atomprogramms nach Atomwaffen strebt.

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