Atomstreit
EU und Iran reden wieder miteinander

Die Europäische Union und der Iran wollen noch einmal über eine diplomatischen Lösung des Atomstreits reden. EU-Chefdiplomat Javier Solana und Irans Unterhändler Ali Laridschani treffen sich dazu in Wien.

HB BRÜSSEL. Eine EU-Sprecherin bestätigte am Samstag ein geplantes Treffen zwischen Solana und Laridschani in Wien. Die Unterredung solle am späten Nachmittag beginnen. Aus iranischen Diplomatenkreisen war bereits zuvor bekannt geworden, dass Laridschani in der österreichischen Hauptstadt eingetroffen war. Sollte es nicht zu einer Lösung des Konflikts auf diplomatischer Ebene kommen, dürfte der UN-Sicherheitsrat Schritte gegen die Islamische Republik einleiten, die auch Sanktionen umfassen könnten.

Das Gespräch war ursprünglich bereits für Mittwoch geplant gewesen, dann jedoch in letzter Minute abgesagt worden. Das diplomatische Hickhack ist nach Ansicht von Beobachtern ein Anzeichen für den Nervenkrieg zwischen beiden Seiten, seit der Iran ein Ultimatum des UN-Sicherheitsrats zum Stopp der Urananreicherung verstreichen ließ. Der Iran hat wiederholt erklärt, er lehne Vorbedingungen für Verhandlungen ab. Die vor allem von den USA geforderten Sanktionen durch den UN-Sicherheitsrat erschwerten nur die Aussichten auf eine Einigung. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Nuklearenergie nach Atomwaffen zu streben. Der Iran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

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