Atomstreit
Iran lehnt Ende der Uran-Anreicherung ab

Laut iranischem Außenministerium ist der Anreicherungsprozess von waffenfähigem Uran im Land nur «unterbrochen» worden. Die Nutzung von Nukleartechnik sei Teherans «gutes Recht».

HB BERLIN. Iran lehnt einen endgültigen Stopp seines Programms zur Anreicherung von Uran ab. Die von dem Land betriebene Uran-Anreicherung befinde sich erst im Anfangsstadium und sei nur «freiwillig unterbrochen», nicht aber beendet worden, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums am Sonntag in Teheran. Er begründete dies damit, dass die Nutzung von Nukleartechnologie für friedliche Zwecke das gute Recht Irans sei, auf das die Regierung nicht verzichten wolle und dürfe. Kein Land der Welt könne Iran diese Technologie entziehen.

Der Sprecher betonte, nichtsdestoweniger sei Teheran bereit, über Bericht an die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hinaus weitere Fragen zu seinen atomaren Aktivitäten zu beantworten. Iran hatte der IAEA am 23. Oktober einen Bericht über sein Nuklearprogramm übergeben.

Kurz zuvor hatte Teheran bei einem Besuch der Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs die Offenlegung seines Atomprogramms zugesagt. Insbesondere die USA verdächtigen Iran, am Bau von Atomwaffen zu arbeiten.

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