Atomstreit
Iran verweigert sich EU-Angebot

Im UN-Sicherheitsrat wächst der Druck auf den Iran, einer Verhandlungslösung der EU im Atomstreit zuzustimmen. Doch dem jüngsten Angebot erteilte Teheran erst einmal eine Absage.

HB TEHERAN. Der Iran lehnte das angekündigte Angebot der Europäischen Union zu Beilegung des Atomkonflikts am Dienstag ab. Außenamtssprecher Hamid-Resa Assefi erklärte, der Iran habe nach dem Atomwaffensperrvertrag das Recht auf eine friedliche Nutzung der Nuklearenergie. Deshalb sei es erstaunlich, dass EU- Chefdiplomat Javier Solana so „unverantwortliche Bemerkungen“ mache.

Die EU hatte dem Iran am Vortag eine weit reichende Zusammenarbeit bei der friedlichen Atomnutzung angeboten. Voraussetzung sei, dass Teheran auf eine eigene Urananreicherung verzichte.

In den vergangenen drei Jahren habe der Iran in Gesprächen mit der EU immer wieder seinen Willen klar gemacht, nuklearen Brennstoff für friedliche Zwecke zu produzieren. „Wir wollen nichts, was über den Atomwaffensperrvertrag hinaus geht“, betonte Assefi. Teherans Entscheidung, sein international akzeptiertes Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie auszuüben, sei „endgültig und unwiderruflich“.

Solana hatte das noch im Detail auszuarbeitende EU-Angebot als außergewöhnlich bezeichnet. „Das Angebot wird besser sein als das, welches wir im August vergangenen Jahres gemacht haben.“ Westliche Kritiker befürchten, dass der Iran angereichertes Uran zum Bau von Atombomben verwenden könnte.

Die USA und die EU vermuten hinter dem Atomprogramm des ölreichen Landes indes das Streben nach Kernwaffen. Der Iran erklärte zwar immer wieder, es gehe nur um die Energieerzeugung. Das Land schürte aber mit falschen oder unzureichenden Angaben über sein Atomprogramm das Misstrauen anderer Länder, doch an Atomwaffen zu arbeiten. China wie auch Russland haben sich gegen UN-Sanktionen ausgesprochen, um den Iran zum Einlenken zu bewegen.

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