Atomstreit
Iran will Uran-Anreicherung zwei Monate aussetzen

Überraschende Entwicklung im Iran: Das Land soll zur vorübergehenden Aussetzung seiner Urananreicherung bereit sein. Dieses Angebot habe Teherans Unterhändler Laridschani EU-Chefdiplomat Solana unterbreitet, hieß es aus EU-Diplomatenkreisen. Damit ist fraglich, ob der Uno-Sicherheitsrat bereits in dieser Woche über Sanktionen gegen Iran beraten wird.

HB WIEN. In den Atomstreit scheint wieder Bewegung gekommen zu sein. Der Iran ist nach Angaben eines EU-Diplomaten bereit, seine umstrittene Uran-Anreicherung für zwei Monate auszusetzen. Zu Details, wie etwa dem geplanten Zeitpunkt der Aussetzung, machte er keine Angaben.

Solana und Lardischani waren am Samstag und Sonntag in Wien zusammengekommen. Beide Politiker bestätigten, dass dabei Missverständnisse ausgeräumt worden seien. Die Treffen galten als letzte Chance, doch noch eine für beide Seiten akzeptable Lösung im Atomstreit zu finden. Solana und Laridschani erklärten nun, die Gespräche über das iranische Atomprogramm würden fortgesetzt. Als möglicher Termin wurde Donnerstag dieser Woche genannt.

Damit ist fraglich, ob der Uno-Sicherheitsrat bereits in dieser Woche auf Druck der USA hin über Sanktionen gegen den Iran beraten wird. Die USA dringen auf rasche Beratungen über Handelsberschränkungen und finanzielle Sanktionen gegen die Islamische Republik. Dies könnte gemäß einer UN-Resolution die nächste Konsequenz sein, sollte der Iran sich weiterhin weigern, seine Uran-Anreicherung auszusetzen.

Der EU-Diplomat maß einem möglichen zweimonatigen Anreicherungsstopp angesichts der Forderung der USA und anderer Staaten nach einer langfristigen Aussetzung keine große Bedeutung bei. Zwei Monate reichten nicht, um das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft wieder herzustellen, sagte der Diplomat weiter.

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