Atomstreit
Israel warnt Obama vor Iran-Dialog

Die israelische Regierung hat den designierten US-Präsidenten Barack Obama für seine Dialogbereitschaft im Atomstreit mit dem Iran kritisiert. Die Aufnahme diplomatischer Gespräche könne nach der bisherigen Sanktionspolitik als Schwäche interpretiert werden, warnte Außenministerin Zipi Livni.

HB JERUSALEM. Auf die Frage, ob sie einen US-Dialog mit dem Iran unterstütze, antwortete Livni am Donnerstag im israelischen Rundfunk: "Die Antwort ist "Nein'." Zugleich zeigte sich die Chefin der Kadima-Partei überzeugt, dass die USA auch unter Obama ein Atomprogramm im Iran nicht akzeptieren würden.

Dagegen forderte ein ranghoher iranischer Vertreter ein Ende der US-Sanktionen gegen sein Land. Das wäre ein Zeichen des guten Willens Obamas, sagte Generalstaatsanwalt Ajatollah Korban-Ali Dori-Nadschafabadi nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Mehr. Ein Einlenken der USA könnte den Iran zur Vergebung veranlassen. Die USA hatten die diplomatischen Beziehungen zum Iran nach der Revolution von 1979 abgebrochen.

Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich an einer Atombombe zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück. Obama hat erklärt, er würde die Sanktionen gegen den Iran verstärken. Zugleich hat er aber auch Dialogbereitschaft signalisiert, um den Atomstreit zu lösen. Israel, das vor Neuwahlen steht, hat das iranische Atomprogramm als Bedrohung für seine Existenz bezeichnet und sich im Kampf dagegen alle Optionen offengehalten.

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