Atomstreit
Vetomächte vor Einigung bei Iran-Resolution

Die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat sowie Deutschland haben sich offenbar informell auf eine Resolution im Atomstreit mit dem Iran geeinigt. Der gemeinsame Entwurf könnte schon bald vorgelegt werden.

HB NEW YORK. Wie mit den Verhandlungen vertraute Diplomaten sagten, wollen neben der USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland nun auch Russland und China einem Text zustimmen, der Iran zur Aussetzung der umstrittenen Teile seines Atomprogramms auffordert.

Der Entwurf droht der Islamischen Republik mit wirtschaftlichen und politischen Sanktionen, wenn sie der Forderung nach einem Stopp der Urananreicherung sowie der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen nicht bis Ende August nachkommt. Wenn die sechs Regierungen nun dem Text zustimmen, könnte der Sicherheitsrat bereits am Montag über den Entwurf abstimmen.

Bisher war ein gemeinsamer Resolutionstext an Russland und China gescheitert, die Strafmaßnahmen ablehnen. Der chinesische UN-Botschafter hatte noch am Donnerstag erklärt, nicht alle Mitglieder seien einer Meinung. Der Iran hat indirekt mit einer Kündigung des Atomwaffensperrvertrags gedroht, sollte die Resolution verabschiedet werden.

Die Islamische Republik steht im Verdacht, mit ihrem Atomprogramm neben zivile Zielen auch die Entwicklung von Nuklearwaffen zu verfolgen, hat dies aber stets bestritten. Am 12. Juli hatten die fünf UN-Vetomächte und Deutschland den Streit wieder an den Sicherheitsrat verwiesen, nachdem der Iran nicht auf ein Anreizpaket im Gegenzug für die geforderte Aussetzung seines umstrittenen Programms reagiert hatte.

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