Atomvereinbarung
USA setzen Iran unter Druck

Die USA haben den Iran davor gewarnt, wie angekündigt Teile des umstrittenen Atomprogramms wieder aufzunehmen. Dieser Schritt könne Sanktionen der Vereinten Nationen (UN) zur Folge haben, sagte der Sprecher des US-Präsidialamtes, Scott McClellan, am Donnerstag.

HB WASHINGTON. „Der Iran ist gewisse Verpflichtungen eingegangen, seine Uran-Anreicherung und Wiederaufbereitungsaktivitäten auszusetzen“, fügte der Sprecher hinzu. „Wir erwarten, dass sich das Land an diese Verpflichtung hält.

Irans scheidender Präsident Mohammed Chatami hatte am Mittwoch erklärt, der Iran werde zentrale Arbeiten an seinem nuklearen Brennstoffkreislauf wieder aufnehmen. Dabei werde jedoch zunächst kein Uran angereichert. Letztlich sei aber auch die Wiederaufnahme des Uran-Programms geplant.

Die Europäische Union will den Iran in Verhandlungen von der Umsetzung seiner Pläne abhalten und der Islamischen Republik dazu in der kommenden Woche wirtschaftliche und politische Anreize bieten. Angereichertes Uran kann zum Bau von Atomwaffen verwendet werden. Die USA werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Der Iran argumentiert, er benötige gering angereichertes Uran zur Energieerzeugung.

Sollte die Regierung in Teheran ihr Uran-Programm trotz der Bemühungen der EU weiter verfolgen, will die Staatengemeinschaft die US-Forderung nach UN-Sanktionen unterstützen.

Die iranische Exilgruppe NCRI erklärte unterdessen in Paris, der Iran habe mit Hilfe von Tarnfirmen eine spezielle Stahlsorte importiert, die zur Urananreicherung und zum Bau von Atomwaffen benutzt werden könne. Der extrem harte Stahl, der sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden kann, werde zum Bau von Raketenhüllen und -behältnissen verwendete.

Die Gruppe kämpft gegen die religiöse Führung des Iran und gilt als politischer Arm der bewaffneten Rebellen der Volks-Mudschahedin. Von den USA wird die NCRI als terroristische Vereinigung eingestuft. Die von der Gruppe abgegebenen Berichte über Atomanlagen im Iran erwiesen sich in der Vergangenheit jedoch häufig als zutreffend. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, die Angaben der NCRI würden geprüft.

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